Übernommen von KOMintern:
Nachdem die zweite Verhandlungsrunde für die rund 10.000 Beschäftigten der privaten Bildungseinrichtungen (BABE) Anfang März wieder abgebrochen wurde, finden nun heute und morgen österreichweit Betriebsversammlungen statt. Auch Aktionen in den Betrieben werden schon organisiert.
Die Arbeitgeber haben ein miserables Angebot von nur 2,0 Prozent vorgelegt, also weit unter der Inflationsrate. Die Basis der Verhandlungen ist die rollierende Inflation der letzten zwölf Monate von rund 3,42%.
Vor Beginn der KV-Verhandlungen fand eine große Mitgliederbefragung durch die Gewerkschaft GPA statt, um die Prioritäten für die diesjährigen Kollektivvertrags-Verhandlungen festzulegen. Die Ergebnisse wurden in einer Betriebsrät:innen-Konferenz präsentiert und daraus dort das Forderungspaket beschlossen:

- Erhöhung um + 4%
- Annäherung VB 4a in Richtung VB 5
- Definition und Ausweitung der Vor- und Nachbereitungszeiten für Unterrichtende
- Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich
- Verbesserungen bei der Anrechnung von Vordienstzeiten
- Ausweitung der KV-Gehaltstabellen um weitere Stufen
- Lineare Umreihung bei Wechsel in einen höheren Verwendungsbereich
Wie auch in anderen Branchen wird eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine reale Gehaltserhöhung das nicht ohne Arbeitskampf möglich sein. Dazu müssen jetzt die Planungen in Gewerkschaft und Betrieben intensiviert werden: Mit Streikschulungen, Bildung von betrieblichen Streikkomitees und konkreter Planung von Warnstreiks.
Die nächsten Verhandlungsrunden finden am 18.3 und am 8.4. statt. Enden auch dieser ohne Ergebnis, sind Arbeitsniederlegungen nach Ostern – ein Wunder wird hier ja wohl nicht zu erwarten sein – unumgänglich!
Quelle: KOMintern

