Übernommen von Unsere Zeit:
US-Präsident Donald Trump ätzt, droht und fabuliert von einer kurz bevorstehenden Übernahme Kubas, während die von ihm und seinen Vorgängerregierungen erlassene völkerrechtswidrige und mörderische Blockade den sozialistischen Karibikstaat erdrosseln soll. Die Bundesregierung, die Europäische Union und die Regierungen ihrer Mitgliedstaaten schweigen dazu. Und machen sich so zu Komplizen eines Völkermordes auf Raten, denn die Blockade zielt darauf ab, die Bevölkerung Kubas jeglicher Existenzgrundlage zu berauben. Das Volk Kubas soll vor den USA einknicken, seine Regierung mitsamt ihren Errungenschaften davonjagen – wenn nicht, drohen das Ende medizinischer Versorgung, weitere Stromausfälle und Hunger.
Doch nicht nur das kubanische Volk lässt sich das nicht bieten und ist bereit, seine Revolution und seinen Staat zu verteidigen. Hunderte Aktivisten aus 38 Ländern sind am vergangenen Samstag mit der Solidaritätsflotilla „Nuestra America“ in Kuba eingetroffen, in den Tagen zuvor waren Delegationen aus Europa, Lateinamerika und den USA angereist. Neben dringend benötigten Gütern wie Geräten zur Solarstromgewinnung, Medikamenten und Lebensmitteln brachten sie vor allem das, was Ernesto Che Guevara als die „Zärtlichkeit der Völker“ beschrieben hat: Solidarität.
Die Flotilla zu Land, zu Wasser und in der Luft, zu der auch die irische Band „Kneecap“, der britische Politiker Jeremy Corbyn und die schwedische Aktivistin Greta Thunberg gehören, hat es sich zum Ziel gesetzt, in diesen Tagen mehr als 20 Tonnen Hilfsgüter nach Kuba zu bringen und somit die Blockade gegen Kuba zumindest symbolisch zu durchbrechen.
Ob bei der Aufnahme von strahlenkranken Kindern nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, ob bei der Bekämpfung von Ebola, beim Einsatz gegen Naturkatastrophen oder gegen Corona – Kuba hat immer gezeigt, dass es für die Welt da ist. Am vergangenen Samstag hat der solidarische Teil der Welt gezeigt, dass er in Zeiten der Not für Kuba da sein wird. Die Ankunft der Flotilla in Havanna kann nur der Anfang gewesen sein. In jeder Stadt und in jedem Land braucht es jetzt Solidaritätsaktionen mit dem sozialistischen Kuba. Damit der Blockade endlich die Luft abgeschnitten wird.
Quelle: Unsere Zeit

