Übernommen von Pro Asyl:
Pressestatement
In einem heute veröffentlichten gemeinsamen Statement warnen PRO ASYL und 57 weitere afghanische und europäische zivilgesellschaftliche Organisationen vor den Plänen der EU, Vertreter der Taliban zu Gesprächen über Abschiebungen nach Afghanistan nach Brüssel einzuladen.
Helen Rezene, Geschäftsführerin von PRO ASYL:
„Wer Taliban-Vertreter nach Brüssel einlädt, um über Abschiebungen nach Afghanistan zu verhandeln, sendet ein verheerendes Signal. Während die Taliban in Afghanistan systematisch Frauen und Mädchen aus dem öffentlichen Leben drängen, Oppositionelle verfolgen und international gegen die Taliban-Führung ermittelt wird, darf die EU dieses Regime nicht als Partner für ihre Flüchtlingspolitik akzeptieren. Unter der Herrschaft der Taliban ist Afghanistan kein sicheres Land.Gespräche über Rückführungen gefährden den Schutz von Menschen, die vor Verfolgung und schwersten Menschenrechtsverletzungen geflohen sind, und untergraben die Glaubwürdigkeit der europäischen Menschenrechtsstandards. Statt Abschiebungsabkommen mit den Taliban braucht es sichere und legale Zugangswege zum Schutz – faire Asylverfahren, Familiennachzug, humanitäre Visa und Resettlement.“
Das gemeinsame Statement “Afghan and European civil society oppose EU engagement with the Taliban on deportations” wurde vom Dachverband europäischer Flüchtlingsorganisationen European Council on Refugees and Exiles (ECRE) initiiert und von 58 Organisationen aus zahlreichen europäischen Ländern unterzeichnet.
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Quelle: Pro Asyl

