Übernommen von KOMintern:
Bereits letztes Jahr fanden sich in Paris linke Persönlichkeiten und Gewerkschafter:innen aus ganz Europa zu einem internationalen Großreffen gegen Krieg und Aufrüstung zusammen. Aus Österreich unterstützt von Vertreter:innen der SGGN, KOMintern und des GLB sowie unabhängiger Einzelpersonen. Dieses Wochenende findet nun das Anschlusstreffen in London statt. 3.000 Teilnehmer:innen sind gemeldet. Unter ihnen viele Gewerkschaften, wie etwa Großbritanniens größte Gewerkschaft Unison und die französische CGT oder Vertreter der Hafenarbeiter in Genua und Piräus, die sich mehrfach geweigert haben, Waffenlieferungen abzufertigen. Mit Blick auf den wachsenden Widerstand gegen Militarisierung und sozialen Kahlschlag in zunehmend mehr Gewerkschaften in ganz Europa, so Ulrike Eifler, Herausgeberin des Bandes „Gewerkschaften in der Zeitenwende“, markiert die Konferenz in London dieses Wochenende „die Antwort der europäischen Arbeiterbewegung auf die Politik von Kriegsvorbereitung und Sozialabbau in Europa“. Das Zusammentreffen wird, ist sie überzeugt, „uns die Möglichkeit geben, eine internationale Antikriegsbewegung mit starken Wurzeln in der Arbeiterbewegung aufzubauen“. Eine ebenso unabdingbare wie dringliche Aufgabe, die, zumal in Österreich, auf der obersten Agenda der europäischen und internationalen Gewerkschaftsbewegung zu stehen hat und eine Koordinierung über die Ländergrenzen hinweg bedarf.
Aufruf der Internationale Konferenz gegen den Krieg am 20.06.2026 in London

Die Gefahr droht unmittelbar. Wir kennen die Fratze des Krieges nach dem Völkermord in Palästina, den Millionen live mitverfolgt haben. Dieser Völkermord dauert auf Grund der Komplizenschaft westlicher Regierungen an, die sich weigern, Maßnahmen zu ergreifen, um ihn zu stoppen.
Dieselben Regierungen haben sich aktiv gegen den Frieden in der Ukraine ausgesprochen, einen Krieg, der 1,5 Millionen Tote und Verwundete unter Ukrainer*innen und Russ*innen gefordert hat.
Sie erhöhen ständig die Militärausgaben der NATO und beginnen, die Jüngsten zu rekrutieren, um sie in die Katastrophe zu stürzen.Die Gefahr droht unmittelbar. Wir kennen die Fratze des Krieges nach dem Völkermord in Palästina, den Millionen live mitverfolgt haben. Dieser Völkermord dauert auf Grund der Komplizenschaft westlicher Regierungen an, die sich weigern, Maßnahmen zu ergreifen, um ihn zu stoppen.
Dieselben Regierungen haben sich aktiv gegen den Frieden in der Ukraine ausgesprochen, einen Krieg, der 1,5 Millionen Tote und Verwundete unter Ukrainer*innen und Russ*innen gefordert hat.
Sie erhöhen ständig die Militärausgaben der NATO und beginnen, die Jüngsten zu rekrutieren, um sie in die Katastrophe zu stürzen.
Das Gerede vom Krieg hat sich in ganz Europa zu aktiven Kriegsvorbereitungen entwickelt.
Die arbeitende Bevölkerung sieht, wie das Geld, das für die Wiederherstellung ihres kaputten Gesundheitssystems, ihrer Verkehrsinfrastruktur, ihres Bildungswesens und ihres Wohnungsbaus ausgegeben werden sollte, in den Taschen ohne Boden der Rüstungskonzerne verschwindet, deren Gewinne schneller denn je steigen.
Familien, die seit Generationen keine Wehrpflicht mehr kennen, hören nun mit Angst, wie Militärführer*innen und Politiker*innen warnen, dass ihre Söhne und Töchter bereit sein müssen, zu kämpfen und zu sterben.
Das falsche Versprechen von Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie ist eine Falle für die Arbeiter*innenklasse. Diese Waffen schaffen die unproduktivsten Arbeitsplätze, aber die effektivsten, wenn es darum geht, Leben zu vernichten. Sie werden die Körper der jungen Menschen auf Schlachtfeldern zerfetzen, deren Schrecken alles bisher Dagewesene übertreffen werden.
Wie der französische Schriftsteller Anatole France zur Zeit des Ersten Weltkriegs sagte:
„Ihr glaubt, ihr sterbt für euer Land, aber ihr sterbt für die Industriellen.“
Die Gefahr droht unmittelbar und wir müssen Alarm schlagen. Es ist die Pflicht von uns allen, besonders der Arbeiter*innenbewegung, den Frieden, die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit sowie die für die Gesellschaft und für den Planeten nützlichen Arbeitsplätze zu verteidigen.
Es ist unsere Aufgabe, den neuen Kriegsherr*innen zu sagen: Wir werden für die Aufrüstung, die unsere Welt gefährdet, weder bezahlen noch diese akzeptieren.
Wir sagen: Nehmt die Waffen runter, erhöht die Löhne,
Wohlstand, kein Krieg! Arbeitsplätze, keine Kriegsdienstpflicht.
Auf der Pariser Antikriegskonferenz im Oktober 2025, an der Tausende von einfachen Menschen, Gewerkschafter*innen, Politiker*innen und Friedensaktivist*inneen teilnahmen, begannen wir, Alarm zu schlagen und uns für den Frieden zu organisieren. Aufbauend auf diesem Erfolg und dem Widerstand der Völker, die bereits die Fratze des Krieges und damit rassistischen Spaltungen, die er fördert, zurückgeschlagen haben, treffen wir uns am 20. Juni 2026 erneut zu einer internationalen Kundgebung in London. Wir laden alle Studierenden und Arbeitenden, alle Gewerkschafter*innen und Antikriegsaktivist*innen ein, daran teilzunehmen.
Wir werden den Abstieg in Chaos und Krieg, die einzige Errungenschaft der Präsidentschaft Trumps, nicht akzeptieren. Wir lehnen die Kriegstreiberei der europäischen Staats- und Regierungschef*innen ab, die die militärische Aggression gegen Venezuela unterstützt haben. Wir bekräftigen unsere Solidarität mit dem venezolanischen Volk und den Völkern aller Länder, die von Trump und seinen Verbündeten bedroht werden. Wir fordern die Freilassung des Präsidenten von Venezuela und seiner Frau, die von der US-Regierung entführt wurden.
US-Präsident Donald Trump, der diese neuen Eskalation des Kriegs herbeigeführt hat, verfügt über internationale Netzwerke von rechtsextremen Kriegstreiber*innen und Chauvinist*innen. Er wird von den Regierungschef*innen in Europa und weit über Europa hinaus dafür umschmeichelt.
Wir müssen unser eigenes internationales Netzwerk aufbauen, das sich für den Frieden einsetzt, sich gegen das wiederbelebte imperialistische Projekt der USA stellt und für den Lebensunterhalt, ja sogar für das Leben der arbeitenden Bevölkerung kämpft.
Wir wollen Frieden. Wir sagen Nein zu Aufrüstung, Nein zur Kriegsdienstpflicht und Ja zu gut finanzierten Gesundheits-, Bildungs- und öffentlichen Dienstleistungen, menschenwürdigen Arbeitsplätzen und höheren Löhnen.
Quelle: KOMintern

