Übernommen von Unsere Zeit:

Am 24. und 25. Juli findet in Würzburg die 4. Gewerkschaftskonferenz für den Frieden statt, organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der IG Metall Würzburg. Die Konferenz ist schon länger ausgebucht. Wer sich nicht rechtzeitig angemeldet hat oder nicht nach Würzburg fahren kann, kann die Konferenz im Live-Stream verfolgen:
Unter dem Motto „Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg“ diskutieren Gewerkschafter mit Aktiven der Friedensbewegung. Am Freitag machen Miguel E. Torres Tesoro, Stellvertretender Botschafter der Republik Kuba in Deutschland, und Ingar Solty, Referent für Außen- und Sicherheitspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung, den Aufschlag. Sie sprechen ab 14.15 Uhr zum Thema „Zerbricht die Weltordnung?“ Um 16.15 Uhr diskutieren Sinan Öztürk (Stellvertretender Bezirksvorsitzender von ver.di Bayern), der Arbeitsrechtler Wolfgang Däubler, Sidar Carman (Geschäftsführerin von ver.di Stuttgart) und Gürcan Erdinc (Betriebsratsvorsitzender MiWe Arnstein) über die Zusammenhänge zwischen der massiven Aufrüstung der Bundesregierung und deren Generalangriff auf die Reste des Sozialstaats. Ab 18.30 steht der Kampf der Jugend gegen die Militarisierung von Schulen und Universitäten im Fokus. Nach einem Input von Nicole Gohlke (MdB, „Die Linke“) diskutieren darüber Annabell Franz (Jugendsekretärin der IG Metall Würzburg), Franziska Müller ( DGB-Jugend Unterfranken), Sarah Kaiser (JAV Uniklinik Essen) und Nick Papak Amoozegar (aktiv in der Palästina-Solidarität).
Am Samstag sitzen ab 9.30 Uhr der Ökonom Heinz Bierbaum, Britta Kleinhempel (Ehrenamtliches Vorstandsmitglied der IG Metall), Anne Rieger (Bevollmächtigte der IG Metall Waiblingen a. D., UZ-Autorin), Yves Weinberger (Betriebsratsvorsitzender Brose Würzburg) und der Bundestagsabgeordnete Cem Ince („Die Linke“) auf dem Podium. Sie erörtern die Frage „Panzer statt Autos – Rüstungskonversion als Antwort auf Arbeitsplatzabbau?“ Um 11.30 Uhr beginnt eine Arbeitsgruppenphase. Susanne Hille (Landesfachbereichtsleiterin Gesundheit bei ver.di Nordrhein-Westfalen) und Angelika Claussen (IPPNW) leiten eine Arbeitsgruppe zu „Krankenhäuser für den Kriegsfall – wie trifft uns die Militarisierung des Gesundheitswesens?“ Zeitgleich widmen sich Mark Ellmann (Münchner Bündnis „Soziales rauf, Rüstung runter“, UZ-Autor) und Roman Rauscher (Verein zur Bewahrung der Demokratie, München) dem autoritären Staatsumbau und analysieren, wie Militarisierung und Aufrüstung die Politik nach rechts schieben. Fragen der praktischen Aktion stehen bei Nonni Morisse (Gewerkschaftssekretär in Bremerhaven) und Kurt Baumann (ver.di-Vertrauensmann, Kassel) im Mittelpunkt. Ihr Workshop trägt den Titel „Post, Hafen, Lagerlogistik und ihre Relevanz für die Kriegsertüchtigung“. Ein internationales Podium beschließt die zweitägige Konferenz. Warum die Gewerkschaften essentiell für den Kampf um Frieden sind, erörtern Reiner Braun (International Peace Bureau), Özlem Demirel (MdEP, „Die Linke“), Ulrike Eifler (2. Bevollmächtigte der IG Metall Würzburg, UZ-Autorin), Jules El-Khatib („All Eyes on Gaza“), Mark Ellmann, Ronja Fröhlich (Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“) mit Alex Gordon (ehemaliger Vorsitzender der britischen Eisenbahnergewerkschaft), Jérome Legavre (La France insoumise) und José Nivoi (Hafenarbeiter, Genua).
Pünktlich zur 4. Gewerkschaftskonferenz für den Frieden haben Anne Rieger, Mark Ellmann, Jan von Hagen, Christa Hourani, Monika Koops, Barbara Majd Amin, Rainer Perschewski, Tom Talsky, Jonas Schwabedissen und Ulrike Eifler die Friedenspolitischen Gewerkschaftsbeschlüsse aktualisiert. Wir bieten sie hier zum kostenlosen Download an.
Quelle: Unsere Zeit

