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Gewerkschaftsverband von Böhmen, Mähren und Schlesien: Wir solidarisieren uns mit den Beschäftigten des Volkswagen-Konzerns

Übernommen vom Weltgewerkschaftsbund:

Der Gewerkschaftsverband von Böhmen, Mähren und Schlesien bekundet seine starke Solidarität und Unterstützung für die Arbeiter und sonstigen Beschäftigten des Volkswagen-Konzerns.

Der vom Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns am 3. September 2026 verabschiedete Plan sieht bis zum Ende des Jahrzehnts den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen vor. Zusammen mit dem bereits beschlossenen Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen bedeutet dies einen Gesamtabbau von 100.000 Arbeitsplätzen und entspricht 15 Prozent der Gesamtzahl der Arbeitsplätze im Konzern. Obwohl der Gewinn vor Steuern 8,9 Milliarden Euro erreichte, rechtfertigt die Konzernleitung dies mit der Notwendigkeit, den Konzern umzustrukturieren und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Der Volkswagen-Konzern hatte bereits 2025 sein Werk in Dresden geschlossen. Nun ist die Zukunft der Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm gefährdet. Im weiteren Sinne soll die Produktion der Marke Seat in Spanien eingestellt werden.

Die Umwandlung des Werks in Osnabrück in einen Standort zur Herstellung von Komponenten für Raketensysteme in Zusammenarbeit mit dem israelischen staatlichen Rüstungskonzern Rafael ist ein weiterer tragischer Teil dieses Puzzles.

Laut Unternehmensangaben soll das Škoda-Werk in Mladá Boleslav in der Tschechischen Republik nicht „direkt“ von der Umstrukturierung des Konzerns betroffen sein. Dennoch ist die Rede davon, die eigene Entwicklung im Škoda-PLC-Werk einzuschränken und den Anteil an Bauteilen aus anderen Werken des Konzerns sowie aus China zu erhöhen. Auch die Produktion des beliebten Škoda Fabia ist gefährdet. Aufgrund der Verflechtung und Abhängigkeit der tschechischen Wirtschaft von Deutschland werden sich die Entlassungen und Schließungen der Produktionsstätten des Volkswagen-Konzerns in Deutschland erheblich negativ auf die Produktion in der Tschechischen Republik auswirken.

Der Kampf der Arbeiter und sonstigen Beschäftigten des Volkswagen-Konzerns gegen die brutale Umstrukturierung ist auch ein Kampf um das Škoda-PLC-Werk und eine Reihe von Unternehmen in der Tschechischen Republik, die für den Volkswagen-Konzern produzieren.

Es ist ein Kampf gegen harte kapitalistische Interessen, die sich ausschließlich am Wert des privaten Profits für die Mehrheitsaktionäre des Konzerns orientieren. Es ist ein Kampf für die Menschenwürde.

Der Gewerkschaftsverband von Böhmen, Mähren und Schlesien steht fest auf der Seite der Arbeiter und sonstigen Beschäftigten des Volkswagen-Konzerns sowie der Beschäftigten der Škoda a.S. in Mladá Boleslav.

Prag, 4. September 2026.

Gewerkschaftsverband von Böhmen, Mähren und Schlesien

Tschechische Republik

Quelle: WFTU EUROPEAN REGIONAL OFFICE

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