Verabschiedet von der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE):
Um sechs Uhr abends füllten sich die Stufen der IES Jorge Juan – wie zuvor bereits in Valencia und Castellón – mit Lehrkräften, Familien und Schülern. Grüne T-Shirts, Plakate und Parolen füllten nach und nach den öffentlichen Raum. Die Kundgebung war weit mehr als nur der erste Protest des neuen Schuljahres: Sie war der Beweis dafür, dass der Bildungsstreik des Vorjahres den Konflikt nicht gelöst hatte.
Erinnern wir uns daran, dass der Streik der valencianischen Lehrkräfte zwar ausgesetzt, aber nicht abgeblasen wurde und dass die Forderungen, die ihn ausgelöst hatten, zu Beginn des Septembers weiterhin bestanden. Darüber hinaus sind eines der Schlüsselelemente – die Versammlungen in den Schulen – zusammen mit ihren Koordinierungsstrukturen nach wie vor aktiv und stützen sich dabei auf die Erfahrungen des vergangenen Schuljahres.
Der Demonstrationszug mit rund 8.000 Menschen zog von der Plaza de los Luceros zur Esplanada. Über die konkrete Zahl hinaus war es am bedeutendsten zu sehen, dass der Bildungskonflikt noch immer die Kraft hatte, nur wenige Tage nach Beginn des Schuljahres Tausende von Menschen auf die Straße zu bringen.
Die Forderungen bleiben konkret: Wiederherstellung des Personalbestands, Verringerung der Klassengrößen, sofortige Besetzung offener Stellen und Vertretung bei Abwesenheiten, Mittel für echte Inklusion, Investitionen in die Infrastruktur, Verteidigung des Unterrichts auf Valencianisch und Wiederherstellung der im Laufe der Jahre verlorenen Kaufkraft, unter anderem. Dies sind Maßnahmen, die darauf abzielen, den Kindern der Arbeiterklasse eine qualitativ hochwertige Bildung zu gewährleisten – bei angemessenen Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte.
Der Kampf geht weiter und ist notwendiger denn je, da das Lehrpersonal nicht nur an seinen Forderungen festhalten muss, sondern sich auch dem neuen Inquisitionsgesetz der valencianischen Regierung stellen muss, das eine „ideologische Polizei“ einführt, mit der Absicht, zu kontrollieren, was in den Klassenzimmern unterrichtet wird.
Alle Kämpfe der Arbeiterklasse betreffen den Rest der Arbeiterklasse, doch vielleicht lässt sich dies am deutlichsten am Kampf im Bildungsbereich erkennen, da er sich direkt auf unsere Töchter und Söhne auswirkt, wie wir kürzlich am PISA-Bericht gesehen haben.
Der Kampf der Lehrkräfte ist der Kampf der gesamten Arbeiterklasse, und er ist ein andauernder Kampf. Deshalb müssen wir nach neuen Aufrufen zum Handeln Ausschau halten, um unsere Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.
Wir werden nicht aufhören! Wir wollen eine öffentliche und qualitativ hochwertige Bildung!

