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Kolumbianische Regierung meldet Mord an Iván Ríos | Drucken |  E-Mail
Kolumbien
Samstag, den 08. März 2008 um 11:21 Uhr
Wie die kolumbianische Staatsanwaltschaft meldet, soll ein weiteres Mitglied des Sekretariats der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) einem Mord zum Opfer gefallen sein. Manuel Muñoz Ortiz, besser bekannt als Iván Ríos, sei bei einer gemeinsamen Operation von Armee und Staatsanwaltschaft im Bezirk Samaná, etwa 400 Kilometer westlich von Bogotá, ums Leben gekommen, heißt es in dem Bericht. Der kolumbianische Verteidigungsminister, Juan Manuel Santos, behauptet hingegen, Ríos sei von den eigenen Untergebenen verraten und ermordet worden.
Wie der in den vergangenen Tagen durch seine äußerst wahrheitsgetreuen Erzählungen aufgefallene Santos erklärte, drei Guerrilleros hätten den Comandante Iván Ríos getötet, ihm die Hände abgeschnitten und diese der Armee als Beweis übergeben, um das vom Regime in Bogotá ausgesetzte Kopfgeld zu kassieren. Anschließend hätten sie die Truppen zum Ort des Geschehens gebracht, um ihnen dort den Leichnam des Ermordeten zu übergeben.

Der 1961 in San Francisco Putumayo geborene Iván Ríos war Ökonom an der Universität von Antioquia, bevor er 2005 Mitglied des FARC-Sekretariats wurde. 2002 war er an den damaligen Friedensverhandlungen zwischen den FARC und der Regierung von Andrés Pastrana beteiligt.
Die Guerrilla hat den Tod des Comandante bislang weder dementiert noch bestätigt.  

Unterdessen hat Venezuelas Innenminister Ramón Rodríguez Chacín neue Lebenszeichen von zehn Gefangenen der FARC vorgelegt, die zuvor von Präsident Hugo Chávez beim Gipfeltreffen der Rio-Gruppe in Santo Domingo angekündigt worden waren. Unter den Gefangenen, die auf den Videos zu sehen sind, befindet sich der Offizier Pablo Emilio Moncayo, der seit zehn Jahren gefangene Sohn des als "Friedenswanderer" bekannt gewordenen Lehrers Gustavo Moncayo.

Quellen: TeleSur, Aporrea.org, ABN, El Porvenir / RedGlobe

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