Mittwoch, 3. September 2014

Atomtransport durch Westdeutschland

Gegen AtomtransporteDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) übt scharfe Kritik an einem Atomtransport, der am gestrigen Sonntag (17. August) auf dem Schienenweg Hamburg verlassen hat. Der Zug, der mehr als 30 Container mit Uranerz geladen hat, rollt als Transittransport quer durch Niedersachen, NRW und Rheinland Pfalz Richtung Frankreich. Nachdem der Zug in der Nacht Niedersachsen passiert hat, wurde er in den frühen Morgenstunden in Münster erwartet, um dann weiter quer durch NRW zu rollen. Sein Ziel ist vermutlich eine Uranfabrik in Malvesi (Frankreich).

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Anti-Atom-Initiativen wollen Jülicher Castor-Transporte stoppen

Stopp Castor!Umwelt- und Anti-Atom-Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet kündigen für den Fall von Castortransporten vom AVR-Zwischenlager aus Jülich massive Proteste entlang der gesamten Strecke an. In Jülich lagern 152 Castoren mit hochradioaktivem Müll aus Brennelementen. Offensichtlich ist das Forschungszentrum Jülich (FZJ) bisher weder in der Lage, eine rechtssichere Genehmigung für das Zwischenlager noch eine Transportgenehmigung für die Castoren zu erwirken. Ob dieser Zustand durch das FZJ bewusst herbeigeführt wurde oder auf Inkompetenz zurückzuführen ist, kann nach Ansicht der Initiativen nur vermutet werden.

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Kampf gegen Fracking: Alles russische Agenten

Anders Fogh Rasmussen im Mai 2011 zu Besuch in Austin, Texas. Foto: Texas Military Forces, Staff Sgt. Eric Wilson / flickr.comIn den 80er Jahren waren die Friedensbewegung und sowieso jeder Protest von den Russen gesteuert. »Fünfte Kolonne Moskaus« – dieses bequeme Feindbild scheint NATO-Generalsekretär Anders Fogh (»Fuck«) Rasmussen vermisst zu haben. Bei einem Besuch des Thinktanks »Chatham House« in London behauptete er am Donnerstag, die Umweltbewegung werde von der russischen Regierung aktiv unterstützt, um Fracking in Europa zu verhindern. Damit wolle Moskau verhindern, dass sich die westeuropäischen Länder von den Gasimporten aus der Sowjetunion – Verzeihung: aus Russland – unabhängig machen. Das sei Teil der »ausgefeilten Informations- und Desinformations-Operationen« Russlands, so Rasmussen in der Frage- und Antwort-Runde nach seinem Vortrag.

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Eurofighter trainieren über Atomkraftwerken

Gefährliche Übungen: Eurofighter über einem Atomkraftwerk. Fotos: flickr / Montage: RedGlobeAm Montag (16. Juni) hat ein durchdringender Knall im westfälischen Gronau die Bürgerinnen und Bürger aufgeschreckt. Gronau ist Standort der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage und im Umfeld von etwa 40 Kilometer befinden sich mehrere Atomkraftwerke und Atomanlagen beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze. Auch Udo Buchholz, Gronauer Vorstandsmitglied des BBU, hat den Knall deutlich gehört. Die Gronauer Nachrichten klärten dann auf: Ein Eurofighter hatte mit 1200 Kilometer pro Stunde die Schallmauer durchbrochen. Nach Angaben der Luftwaffe waren sogar mehrere Eurofighter zugleich im Grenzgebiet unterwegs. Die niederländische Luftwaffe geht allerdings davon aus, dass die Ursache des Knalls eine Detonation auf dem Bombenabwurfgelände Nordhorn-Range gewesen sein könnte. Der umstrittene Bombenabwurfplatz Nordhorn-Range befindet sich zwischen den Atomstandorten Gronau und Lingen.

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Merkel will mit Atomwirtschaft über »Bad Bank« verhandeln

Atomausstieg jetzt!Anti-AKW-Initiativen werten das Interview von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« kritisch. Sie suggeriere eine Ablehnung des Vorschlags der AKW-Betreiber, die Atomkraftwerke in eine Stiftung öffentlichen Rechts umzuwandeln und der Gesellschaft die Kosten für die Entsorgung des Atommülls aufzubürden. Tatsächlich sage sie in Wirklichkeit aber genau das Gegenteil. Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, erklärt dazu: »Wenn Merkel sagt, dass es für sie ‚im Grundsatz‘ dabei bleiben muss, dass die Unternehmen die Verantwortung für die Entsorgung des Atommülls tragen, dann bedeutet dies eben nicht, dass sie die Stromkonzerne in der alleinigen  Verantwortung sieht. Die politische Floskel ‚im Grundsatz‘ bedeutet ja gerade das Gegenteil dessen, was sie in der Umgangssprache bedeutet: nämlich, dass es Ausnahmen geben kann – und nicht, dass etwas vollkommen ausgeschlossen ist.«

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Vergiftetes Angebot

Atomausstieg jetzt!Die Anti-Atomkraft-Bewegung lehnt die Pläne der Energiekonzerne ab, ihre Atomkraftwerke in eine »Stiftung öffentlichen Rechts« zu überführen und die Kosten für deren Abschaltung und Abwicklung der Gemeinschaft aufzubürden. Zur einer entsprechenden Meldung des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« erklärte Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Als gewinnorientierte Aktionsgesellschaften haben die Stromkonzerne ihr Angebot an den Bund sicherlich genau durchgerechnet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sie viel Geld sparen können, wenn am Ende die Steuerzahler die Kostenrisiken beim Abriss der AKW und der Lagerung des Atommülls tragen.«

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12.000 demonstrieren für Energiewende

Energiewende: Demo auf der Spree. Foto: TwitterMehr als 12.000 Teilnehmer demonstrierten am heutigen Samstag in Berlin zu Wasser und zu Lande gegen die Pläne der Bundesregierung, den Ausbau der erneuerbaren Energien auszubremsen. Mit rund 120 Booten, Kanus und Flößen auf der Spree sowie einer Demonstration entlang der Spreeufer forderten sie, die Energiewende nicht kentern zu lassen. Anschließend bewegte sich der Demonstrationszug durch das Berliner Regierungsviertel. Die Demonstration wurde von .ausgestrahlt, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact und den Naturfreunden Deutschlands veranstaltet und von einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen und Initiativen unterstützt.

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Bis zu 800 Menschen bei Fukushima-Demonstration in Jülich

Am Samstag, 8. März, haben in Jülich rund 600 bis 800 Menschen mit einem Fahrradkorso, Kundgebungen und einem Protestmarsch anlässlich des dritten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima demonstriert. Anti-Atomkraft-Initiativen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und Umweltverbände aus ganz NRW setzten ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Region Fukushima. Gleichzeitig wurde für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen in NRW und anderswo demonstriert. Der BBU bewertet die Demonstration als ein deutliches Zeichen an die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf, dass endlich ein richtiger Atomausstieg in NRW vollzogen werden muss. Landesweit sind in NRW nach wie vor Atomanlagen in Betrieb.

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Umfrage: Menschen in Bayern wollen Aus für AKW Grafenrheinfeld. Proteste am 22. März

Atomausstieg jetzt!Nur 26 Prozent der bayerischen Bevölkerung sprechen sich dafür aus, das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld bei Schweinfurt über das Jahr 2015 hinaus laufen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. Ebenfalls 26 Prozent wollen das AKW sofort abschalten. 41 Prozent sind dafür, den Reaktor wie im Atomgesetz vorgesehen Ende 2015 vom Netz zu nehmen. Sogar bei den Anhängern der CSU sind nur 33 Prozent für einen Weiterbetrieb des ältesten noch laufenden Atommeilers in Deutschland. 60 Prozent der CSU-Anhänger wollen das Kraftwerk 2015 oder sofort abschalten.

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