Ärger um den 1. Mai: »Jesus war der erste Kommunist«

Foto: Schekinov Alexey Victorovich - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6792928Das Osterfest der russisch-orthodoxen Kirche fällt in diesem Jahr auf den 1. Mai. Für einige Regionen ist das Grund genug, die Kundgebungen und Demonstrationen zum Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse abzusagen, der in Russland offiziell als »Tag des Frühlings und der Arbeit« begangen wird. Begründet werde das damit, dass viele Menschen Ostern mit ihrer Familie feiern wollten, so die staatliche Nachrichtenagentur TASS.

Die russischen Kommunisten wehren sich gegen eine Absage der Demonstrationen. »Jesus Christus war der erste Kommunist der Geschichte«, erklärte der Vorsitzende der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF), Gennadi Sjuganow, am Mittwoch in Moskau. »Er hat seine Stimme für die Elenden, Leidenden, Armen, Kranken und Bedürftigen erhoben, für jeden, der in Schwierigkeiten ist«, erklärte der Parteichef. »Wenn Jesus heute noch leben würde, wäre er bei uns.«

Die Kommunistische Partei werde ihre Maiveranstaltungen nicht absagen, zumal das Osterfest nicht im Widerspruch zur Solidarität der Arbeiter stehe, betonte Sjuganow.

Quelle: TASS / RedGlobe

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