Revolutionärer 1. Mai in HamburgDer 1.Mai ist nicht der »Tag der Arbeit«, als der er derzeit bezeichnet und gefeiert wird, sondern, wie ein Blick in die Geschichte zeigt, der internationale Kampftag der ArbeiterInnenklasse. Seit mehr als hundert Jahren gehen die lohnabhängig Beschäftigten überall auf der Welt an diesem Tag auf die Straße, um ihren politischen Forderungen und ihrem Wunsch nach einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung Ausdruck zu verleihen. In dieser Tradition ruft die »Revolutionäre Linke Hamburg« (RLH), ein Bündnis verschiedener linker Organisationen, unter dem Motto »Klasse gegen Klasse! Heraus zum revolutionären 1.Mai!« zu einer Demonstration auf. Sie beginnt am Bahnhof Hamburg-Altona um 18 Uhr.

»Spätestens seit der tiefgreifenden Krise des Kapitalismus, die nun schon Jahre anhält«, so ein Sprecher des Bündnisses, »ist offensichtlich, dass die verschiedenen Alltagsprobleme eine gemeinsame Wurzel haben: die kapitalistische Produktionsweise. Das Elend der Flüchtlinge, Armut, Leih- und Zeitarbeit, Mietpreistreiberei, ökologische Zerstörungen und imperialistische Kriege sind nicht negative Auswüchse oder Pannen des Systems. Sie gehören zu ihm wie der Regen zur Wolke. Deswegen ist das System das Problem.«

Für Samstag, den 30. April, lädt die »Revolutionäre Linke Hamburg« zu einer Kundgebung an der U-/S-Bahn-Haltestelle Sternschanze unter dem Motto »Klassenfest gegen Staat und Kapital« ein. Die Kundgebung bietet Raum für eine klassenbewusste Gegenkultur in Form eines Hip-Hop-Open -Airs. Das Line-up besteht unter anderem aus Delirium, Zynik, Reeperbahn Kareem, BOZ und Disarstar.

Quelle: Revolutionäre Linke Hamburg / RedGlobe