Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Beschäftigten des Post-Tochterunternehmens Deutsche Post Customer Service GmbH (DP CSC) am Standort Fürth für den 3. März zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung auf. Hintergrund ist die kategorische Weigerung des Arbeitgebers, mit ver.di ergebnisoffene Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Unternehmens am Standort Fürth aufzunehmen.

„Die Beschäftigten und ver.di sind stinksauer über die derzeitige Blockadehaltung des Arbeitgebers“, erklärte der Fachbereichslei-ter Postdienste, Speditionen und Logistik bei ver.di Bayern, David Merck. Die Beschäftigten haben eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, die sie mit Herzblut, Leidenschaft sowie hoher Kompetenz ausfüllen und damit entscheidend zum überragenden Erfolg der Unternehmenssparte Post& Paket Deutschland beitragen“, so Merck.

Die DP CSC ist verantwortlich für das Beschwerdemanagement von Post und Paket Deutschland. Für die Unternehmenssparte wird von 2018-2020 ein Gewinnzuwachs von 128 Prozent erwartet. „128 % mehr Gewinn für Unternehmen und Aktionäre, aber kein Geld für faire, branchenübliche Tariflöhne?“, fragt Merck. „Dabei hat der Konzern 2015 noch stolz verkündet, dass er Tarifverträge liebe und die besten Löhne zahlen würde“, kritisierte Merck.

Die aktuelle Bezahlung ist in Fürth einzelvertraglich geregelt, liegt deutlich unter den branchenüblichen Löhnen des Flächentarifvertrags und der direkten Wettbewerber. „Wir wollen einen Tarifvertrag mit branchenüblichen, existenzsichernden Löhnen, Aufstiegschancen, mehr Urlaub und der Belohnung von Betriebstreue. Einen Tarifvertrag, der unseren Mitgliedern eine Zukunft und Perspektiven bietet“, fasste David Merck die Forderungen zusammen.

Die Kundgebung mit anschließender Streikaktion beginnt am Dienstag, 3. März ab 10:30 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus am Kornmarkt in Nürnberg.

Quelle:

ver.di Bayern