Post: Warnstreik ist nur der Auftakt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat für heute ab 7:30 Uhr die Beschäftigten bei der Deutschen Post AG (DP AG) in der Zustellbasis in Altona zu gezielten Warnstreiks aufgerufen. In Hamburg können damit bis zu 16.000 Pakete nicht zugestellt werden. Hiervon sind rund 400.000 Haushalte und Firmenkunden betroffen.

„In zwei Verhandlungsrunden hat die DP AG bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Und das, obwohl die DP AG nach eigenen Angaben trotz Corona-Krise ihren Gewinn im Bereich Post und Paket um knapp 50 Prozent steigern konnte – dank der Postbeschäftigten. Es ist mehr als fair, dass die Beschäftigten, die zu diesem Gewinn beigetragen haben, ihren Anteil erhalten. Deshalb ist es jetzt wichtig, zu zeigen, dass wir es ernst meinen und unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass sich Wertschätzung auch in guten Einkommens- und Arbeitsbedingungen widerspiegelt. Das werden unsere Mitglieder in den nächsten Tagen bundesweit deutlich machen,“ sagt ver.di Hamburg

Fachbereichsleiter Postdienste Hamburg/Nord, Lars-Uwe Rieck.
ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten bundesweit eine lineare Erhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. ver.di verlangt zudem für die Auszubildenden und Dual-Studierenden eine monatliche Erhöhung um 90 Euro. Darüber hinaus soll die Postzulage für die verbeamteten Postbeschäftigten fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzahlung für Bundesbeamte.
Der nächste Verhandlungstermin findet am 21./22. September in Kassel statt.

Quelle:

ver.di Hamburg

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