Warnstreiks im HVV–Gebiet am 29. September

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn AG (Hochbahn) und der Verkehrsbetriebe Hamburg – Holstein GmbH (VHH) am kommenden Dienstag, 29. September 2020, ab Betriebsbeginn bis mittags zu Warnstreiks auf. Viele Beschäftigte werden ab 8:30 Uhr bei der Kundgebung am Betriebshof Alsterdorf (Hamburger Hochbahn AG), Tessenowweg 2/22297 Hamburg anwesend sein.

Es geht um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen – um Entlastung und Wertschätzung für einen harten anspruchsvollen Job, zumeist in wechselnden – oft sogar geteilten – Schichten und an Wochenenden.
ver.di fordert unter anderem ein 13. Monatsgehalt, eine Erhöhung der Zulagen für belastende Dienste und Schichten und 30 Urlaubstage für alle als Standard.

ver.di hatte alle Tarifverträge TV Nahverkehr (TV-N) mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) und in Hamburg die entsprechenden Haustarifverträge mit der Hamburger Hochbahn und VHH gekündigt.
Bundesweit sind 130 Verkehrsbetriebe mit ca. 87.000 Beschäftigten betroffen, davon bei Hochbahn und VHH ca. 7000 Beschäftigte. Sie alle sind Teil der bundesweiten Tarifkampagne #TVN2020 für attraktive zukunftsfähige Arbeitsplätze.
Natale Fontana, Fachbereichsleiter Verkehr, ver.di Hamburg:
„Konkret heißt das: die Arbeitsplätze sind wenig attraktiv und folglich ist der Fachkräftemangel enorm, was wiederum zu einem negativen Kreislauf führt, der die Belastungsgrenze mittlerweile bei weitem überschreiten lässt. Alle Arbeitgeber – auch die in Hamburg – verweigern trotzdem Zusagen für bessere Bedingungen, was wir nicht nachvollziehen können. Unsere Kolleg*innen des ÖPNV bedauern diese Situation sehr und können nicht verstehen, dass ihnen die notwendige Anerkennung verwehrt wird, und werden jetzt handeln.“
Sieglinde Frieß, stellvertretende Landesbezirksleiterin, ver.di Hamburg:
„ver.di begrüßt es sehr, dass die Kolleg*innen alle Initiativen u. a. des Takt-Ausbaus unterstützen, um den ÖNPV noch attraktiver werden zu lassen und den Umstieg einfacher zu machen. Auch die Senkung der Ticketpreise ist für sie unerlässlich, um langfristig die Umwelt sauberer und zukunftssicher zu machen. Im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne geht es also nicht nur um sie selbst, sondern auch um die Mobilität der Zukunft. Die Kolleg*innen sind das Rückgrat der Stadt, dieses gilt es auch zu würdigen und wertzuschätzen.“

Quelle:

ver.di Hamburg

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