Klarer Vorsprung für die MAS. Screenshot: OEPKundgebung in Berlin: Mi., 21. Oktober, ab 12 Uhr vor der Botschaft Boliviens, Wichmannstraße 6. Anmelder: Anti-NATO-Gruppe Berlin Brandenburg und Frente Unido América Latina

Auch zwei Tage nach der Präsidentschaftswahl in Bolivien sind offiziell erst gut die Hälfte der Stimmen ausgezählt. Inzwischen zeichnet sich aber auch in den von der Wahlbehörde OEP veröffentlichten Zwischenergebnissen der klare Sieg des sozialistischen Kandidaten Luis Arce ab. An diesem hatte es bereits am Wahlabend keinen Zweifel mehr gegeben, als Nachwahlbefragungen die absolute Mehrheit für ihn und seine Bewegung zum Sozialismus (MAS) ergaben. Inzwischen haben alle anderen Kandidaten ihre Niederlage eingeräumt.

Für Unsicherheit hatte gesorgt, dass die offiziellen Zwischenergebnisse lange eine Mehrheit für den konservativen Expräsidenten Carlos Mesa sahen. Manche Beobachter befürchteten ein abgekartetes Spiel. Inzwischen zeigen aber auch die Zahlen der OEP einen klaren Vorsprung für Arce.
Nach Auszählung von 56,53 Prozent der Stimmen liegt die MAS demnach bei 49,29 Prozent der Stimmen, Mesas „Bürgerkoalition“ (CC) kommt auf 32,76 Prozent. Auch wenn Arce nach diesem Stand die Marke von 50 Prozent nicht überschreiten würde, reicht sein Vorsprung nach dem bolivianischen Wahlrecht für den Sieg in der ersten Runde. Notwendig dafür ist ein eigener Stimmenanteil von mehr als 40 Prozent bei gleichzeitig mehr als zehn Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten.

Arce wird das Präsidentenamt voraussichtlich in der ersten Novemberhälfte antreten können. Das kündigte das Oberste Wahlgericht Boliviens am Dienstag an.

Quellen: OEP, Telesur / RedGlobe