Die Nachwuchskräfte in Hamburgs Krankenhäusern beteiligen sich am Dienstag, den 13. Oktober am bundesweiten Azubi-Streiktag im öffentlichen Dienst. Bis zu 300 junge Streikende aus den Asklepios Häusern und dem UKE werden erwartet.

Für die Auszubildenden fordert ver.di die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich. Darüber hinaus erwarten die jungen ver.di-Aktiven die Verlängerung der tarifvertraglichen Regelung zur Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung sowie die Kostenübernahme eines ÖPNV-Tickets.

Stefanie Ullmann, Gewerkschaftssekretärin ver.di Hamburg, erklärt: „Die öffentlichen Arbeitgeber sind gut beraten, nicht an den Nachwuchskräften zu sparen.“ In den kommenden zwanzig Jahren werden mehr als 60% der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes altersbedingt ausscheiden. Dem gegenüber stehen sinkende Geburtenraten, ein verstärkter Wettbewerb um Nachwuchskräfte mit privaten Arbeitgebern und eine zunehmende Komplexität der Aufgaben im Öffentlichen Dienst. „Die Arbeitgeber jammern über Fachkräftemangel. In dieser Tarifrunde können sie ein Signal setzen und in gute Ausbildungsqualität und attraktive Rahmenbedingungen für Nachwuchskräfte investieren“, sagt dazu Stefanie Ullmann.

Dass der Fachkräftemangel insbesondere in der Pflege gravierend ist, hat der Ausbruch der Corona-Pandemie allen vor Augen geführt. ver.di erwartet deshalb, dass auch für die Pflege-Azubis eine Zulage gezahlt wird, um die Ausbildung attraktiver zu machen.

„Für die Auszubildenden im öffentlichen Dienst geht es um viel“, ergänzt Stefanie Ullmann. „Viele verlassen im Zuge der Ausbildung ihr Elternhaus. Die Ausbildungsvergütung ist somit kein Taschengeld – sie wird für steigende Mieten dringend gebraucht“.

Die Kundgebung findet statt am Dienstag, den 13.10., 9 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg.

Quelle:

ver.di Hamburg