Demo und Kundgebung am 1. Mai um 11 Uhr am Platz der Alten Synagoge; Kampftag der Arbeiter:innenklasse

Die Corona-Krise dauert nun schon über ein Jahr – und es gibt viele Gewinner:innen. Zum Beispiel die Aktionär:innen der Daimler AG, die vom Vorstandschef Källenius 1444 Millionen Euro ausgeschüttet bekommen. Und nicht viel besser ist auch die Deutsche Post. Sie machte letztes Jahr einen Gewinn von über 800 Millionen Euro. Auch Amazon gewinnt und setzt zum ersten Mal 100 Milliarden Euro um. Geld ist also auch in der Krise da. Das Vermögen der zehn reichsten Männer ist so während der Corona-Krise auf 1,12 Billionen US-Dollar gestiegen.

Während die einen gewinnen, verlieren die anderen. Der Gewinn entsteht auf dem Rücken vieler Menschen, die nichts gewonnen haben sondern im Gegenteil als Verlierer:innen aus der Krise hervorgehen.Wir leben in einem Land, in dem die untere Hälfte der Gesellschaft nur 1,4 Prozent des Vermögens besitzt. Wir leben in einem Land in dem Aktionär:innen hunderte von Millionen Euros in der Krise bekommen, während andere in Kurzarbeit geschickt oder gekündigt werden und Amazon den Angestellten keinen Tarifvertrag gewährt aber gleichzeitig Gewinne ohne Ende scheffelt. Wir leben in einem Land, in dem wir für die Gewinne anderer arbeiten sollen.

Wir sollten wütend sein. Es nicht länger hinnehmen, für Menschen zu arbeiten, die uns ausbeuten, um im Luxus zu leben. Es nicht länger hinnehmen uns jeden Tag in der Arbeit dem Risiko der Pandemie auszusetzen ohne richtig geschützt zu sein, während es in unserer Freizeit immer weniger Raum gibt uns zu erholen und Kraft zu tanken, weil wir mit unseren Liebsten kaum mehr spazieren gehen dürfen. Wir sollten kündigen, weil wir es leid sind uns kaputt zu machen für Menschen hinter Konzernen, die nicht solidarisch mit uns sind. Wir sollten wütend sein, weil es die Menschen, die es in unserer kapitalistischen Gesellschaft schwer haben, in der Pandemie besonders trifft. Und die Unfähigkeit der führenden Politiker:innen mit der Pandemie richtig umzugehen, verschlimmert diese Situation umso mehr. Nehmen wir unsere Wut als Antrieb, um für eine neue soziale und politische Macht von unten zu kämpfen – jetzt erst recht!

Die Kanzlerin sagt, es ist die Zeit der Solidarität. Doch Solidarität für wen? Wir sind nicht solidarisch mit den Krisengewinner:innen. Wir sind nicht solidarisch mit dem Kapitalismus, dem System, das hinter diesem Wahnsinn steht.

Unsere Solidarität gehört uns. Denen, die unter dem Egoismus der anderen leiden. Denen, die für eine solidarische Gesellschaft kämpfen. Deswegen rufen wir euch zum 1. Mai, dem internationalen Tag der Arbeiter:innenklasse auf. Kommt am 1. Mai zur Gewerkschaftsdemo: 11 Uhr Platz der Alten Synagoge.

Quelle: Antifaschistische Linke Freiburg – 1. Mai: Keine Solidarität mit dem Kapital!