Am 20. Oktober wurde von der Regierung in Benin beschlossen, dass Schwangerschaftsabbrüche ab sofort auch legal sind, wenn keine ärztlich attestierte Gefahr bei der Schwangerschaft vorliegt bzw. die Schwangerschaft ein Resultat von sexueller Gewalt ist. Bisher waren dies die einzigen Gründe, die Frauen ermöglichte einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen.

Aufgrund dieser restriktiven Gesetzteslage sahen sich viele Frauen bisher dazu gezwungen die Schwangerschaft ungewollt auszutragen oder sich an unseriöse Ärzte oder anderen Anbietern von Abtreibungen zu wenden und sich damit auch in die Illegalität zu begeben. Das Gesundheitsministeriums des Staates Benin schätzt, dass diese unsicheren Methoden bisher für etwa 20% der Todesfälle bei werdenden Müttern verantwortlich waren bzw. sind.

Aktivistinnen feiern das neue Gesetz als großen Erfolg und auch internationale NGOs sprechen von einem Fortschritt. Frauen können nun innerhalb der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft selbst entscheiden, ob ein Abbruch stattfinden soll. Aktivisten hoffen ebenfalls, dass diese Gesetzesänderung wegweisend sein wird für Nachbarstaaten, in welchen Abtreibungen oft noch illegal und schwer zu erreichen sind.

Quelle: Al Jazeera News

Quelle: Zeitung der Arbeit – Abtreibungen in Benin legalisiert