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SDAJ: LLL-Wochenende im Zeichen des Kampfes gegen Wehrpflicht

„Nein zur Wehrpflicht – Ja zum Frieden!“ – das erklärten am 11.01. über 1000 Jugendliche auf der LLL-Demonstration in Berlin, trotz Kälte, Schnee und Verkehrschaos. Der kämpferische Jugendblock, bestehend  aus SDS, Linksjugend [`solid] und der SDAJ, machte lautstark klar, dass am 05. Dezember über 55.000  Schüler:innen bewiesen haben, dass die Wehrpflicht nicht in ihrem Interesse ist – und wir auch im neuen Jahr in Tradition von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Lenin den Kampf gegen Wehrpflicht und  Kriegsvorbereitung führen müssen.

Der Kampf gegen die Militarisierung war auch zentrales Motto der 31. internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz, an der sich die SDAJ mit eigenem Jugendprogramm beteiligte: Neben Vorträgen mit der DFG-VK zur Kriegsdienstverweigerung oder Marcus Staiger zur Palästinasolidarität, konnten Jugendliche ins Gespräch mit streikerfahrenen Arbeitern aus Italien, mit jungen Menschen aus Irland über den Kampf um nationale
Befreiung und mit der kubanischen Botschaft über die beeindruckenden Leistungen des kubanischen Sozialismus und die Bedeutung internationaler Solidarität kommen. Im Jugendpodium haben sich Vertreter des Internationalen Jugendvereins (IJV), der linksjugend [`solid], der Jungen Linken, der ver.di Jugend, des Schulstreikkomitees Göttingen und der SDAJ zu den Aufgaben im Kampf gegen die Wehrpflicht ausgetauscht.

Einigkeit herrschte darüber, dass man weiter gemeinsam gegen die Wehrpflicht kämpfen und am 05.03. zum nächsten Schulstreik gegen die Wehrpflicht mobilisieren müsse. „Deshalb sagen wir hier als Podium: Nein zur Wehrpflicht! Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!“, fasste Luisa aus dem SDAJ-Bundesvorstand, die das Podium moderierte, die Diskussion zusammen.

Die Vorsitzende der SDAJ, Andrea Hornung, stellte in ihrer Rede beim Trefen der SDAJ am Samstagabend vor mehreren hundert Jugendlichen fest: „Wir gedenken Karl und Rosa, weil sie deutlich machten, welche Kraft wir haben, wenn wir uns zusammenschließen. Denn kein Krieg ist ohne Menschen führbar. Er ist nicht führbar ohne Menschen, die in den Schützengraben gehen. Er ist nicht führbar ohne medizinisches und pflegendes Personal, das sich um die Verwundeten kümmert. Er ist nicht führbar ohne diejenigen, die in der
Rüstungsproduktion arbeiten. Er ist nicht führbar ohne die ArbeiterInnen im Transportwesen, die bspw. das Militärgerät auf Schienen, Schiffen und Straßen transportieren. Wenn wir das begreifen, dann können wir nicht nur den Kriegsdienst und den Krieg verhindern, dann können wir hier alles aus den Angeln heben. Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft. Diese Zukunft ist der Sozialismus. Und wer soll ihn erkämpfen, wenn nicht wir?“

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