Übernommen von Zeitung der Arbeit:
Nach eigenen Angaben fokussieren sich die israelischen Angriffe im Libanon auf Ziele der Hisbollah. Dabei sind jedoch 77 Kinder in der Woche seit Donnerstag getötet oder verletzt worden.
Beirut. In der vergangenen Woche sind jeden Tag durchschnittlich elf Kinder bei israelischen Angriffen auf den Libanon getötet oder verletzt worden. Das teilte das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF am Donnerstag mit. Die Zahl sei erschütternd, so UNICEF-Sprecher Ricardo Pires.
Davon wurden 15 Kinder getötet und 62 verletzt. Insgesamt wurden seit der Verkündung des Waffenstillstandes bereits 55 Kinder getötet. Ein Vertreter der Weltgesundheitsorganisation erklärte, dass während der Waffenruhe vom 17. April bis zum 22. Mai im Libanon 608 Menschen getötet und 1.774 verletzt wurden. Er gab außerdem an, dass 16 Krankenhäuser durch israelische Angriffe beschädigt wurden und drei weiterhin geschlossen sind.
Trotz des angeblichen „Waffenstillstands“, der seit dem 17. April gilt und dem libanesischen Volk unter Waffengewalt aufgezwungen wurde, setzt Israel seine Verbrechen im Südlibanon mit einer Ausweitung der Bodeninvasion, einer Eskalation der Bombardierungen und Massenvertreibungsanordnungen fort.
Bei israelischen Luftangriffen auf drei Städte in der Region Tyros im Südlibanon wurden am Freitag mindestens elf Menschen getötet und acht weitere verletzt, wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte. Unter den Toten befanden sich ein Rettungshelfer und ein syrischer Staatsangehöriger.
Israelische Truppen haben zudem den Litani-Fluss überquert und sind bis zur Hauptstadt Beirut vorgedrungen. Ein israelischer Angriff traf zudem ein Gebäude in den südlichen Vororten Beiruts.
Quelle: Zeitung der Arbeit

