Übernommen von der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE):
Auf Gran Canaria nahmen am vergangenen Samstag, dem 21. Juni, die PCPE und ihre Mitglieder an der Demonstration teil, die zur Verteidigung des Rechts auf Wohnraum und gegen die Spekulation organisiert wurde, da die arbeitende Bevölkerung aus den Stadtvierteln und Dörfern verdrängt werden.
Die Demonstration startete um 11:00 Uhr am Parque del Canódromo und versammelte Hunderte von Menschen, die entschlossen waren, eine für die Bevölkerung der Kanarischen Inseln zunehmend unerträgliche Realität anzuprangern: Während der Wohnungsmarkt für Banken, Investmentfonds und Großgrundbesitzer zu einem außerordentlich lukrativen Geschäft wird, haben Tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern keinen Zugang zu einer würdigen Wohnung.
Entlang der gesamten Strecke wurde die Unzufriedenheit deutlich, die sich schon seit Langem aufgestaut hat. Die Mieten schießen weiter in die Höhe, die Immobilienpreise liegen außerhalb der Reichweite der meisten Arbeiterfamilien, und für junge Menschen wird es immer schwieriger, auf eigenen Beinen zu stehen. Unterdessen nehmen Fälle von Überbelegung, stillen Zwangsräumungen und der Notwendigkeit, unter unwürdigen Bedingungen zu leben, nur um zu überleben, weiter zu.
Wir von der PCPC haben uns daran beteiligt, indem wir unser Flugblatt „Wohnen ist kein Geschäft“ verteilt haben, in dem wir eine einfache Idee vertreten: Wohnen ist ein Recht und keine Ware. Denn im Kapitalismus unterliegt das Wohnen der Logik des privaten Profits. Es wird nicht gebaut, gekauft und verkauft, um ein grundlegendes menschliches Bedürfnis zu befriedigen, sondern um Gewinne für diejenigen zu erwirtschaften, die Immobilien und Kapital anhäufen.
Die Kanarischen Inseln sind ein besonders dramatisches Beispiel dafür. Angesichts der niedrigsten Löhne im ganzen Staat und mehr als zweihunderttausend leerstehender Wohnungen ist offensichtlich, dass das Problem nicht der Mangel an Wohnraum ist, sondern wer ihn besitzt und wofür er genutzt wird. Während Tausende von Menschen verzweifelt nach einem Ort zum Leben suchen, bleibt ein bedeutender Teil des Wohnungsbestands leer oder in den Händen von Spekulanten.
Während der Kundgebung haben wir konkrete Vorschläge vertreten: eine hohe Besteuerung leerstehender Wohnungen im Besitz von Großgrundbesitzern, Maßnahmen gegen die Anhäufung von Immobilien durch diejenigen, die bereits mehrere Wohnungen besitzen, die Sanierung und Nutzung verlassener Gebäude, die Förderung von Wohnungsgenossenschaften mit öffentlicher Unterstützung, gezielte Maßnahmen, um jungen Menschen den Zugang zu menschenwürdigem Wohnraum zu erleichtern, sowie das Verbot des Erwerbs von Wohnraum durch Personen, die nicht auf den Inseln ansässig sind.
Wir haben aber auch auf etwas hingewiesen, das nicht verschleiert werden darf. Solange Wohnraum eine dem Markt unterworfene Ware bleibt, wird die Arbeiterklasse weiterhin unter den Folgen eines Systems leiden, das Rechte in Geschäftsmöglichkeiten verwandelt. Deshalb müssen unsere unmittelbaren Forderungen auch dazu dienen, die Organisation der Bevölkerung und den Kampf für eine Gesellschaft zu stärken, in der kollektive Bedürfnisse Vorrang vor privaten Interessen haben.
Die Mobilisierung am 21. Juni hat gezeigt, dass das Bewusstsein und die Kampfbereitschaft wachsen. Die Verteidigung des Rechts auf eine Wohnung ist Teil des allgemeinen Kampfes der Arbeiterklasse für menschenwürdige Lebensbedingungen. Wir werden uns weiterhin an allen Initiativen beteiligen und diese unterstützen, die dazu beitragen, diese kollektive Antwort zu organisieren, denn niemand sollte sich an einem Grundbedürfnis des Volkes bereichern. Wohnen ist kein Geschäft; es ist ein Recht, das nur dann vollständig gewährleistet werden kann, wenn der gesellschaftliche Reichtum in den Dienst derer gestellt wird, die ihn durch ihre Arbeit schaffen.

