Start / Deutschland / Medien / UZ - Unsere Zeit / Für Gerechtigkeit und weltweite Entwicklung ohne Faschismus, Terrorismus und Kriege!

Für Gerechtigkeit und weltweite Entwicklung ohne Faschismus, Terrorismus und Kriege!

Übernommen von Unsere Zeit:

Am 24. und 25. Mai hat in Moskau das III. Internationale Antifaschistische Forum stattgefunden, an dem Vertreter fortschrittlicher und antifaschistischer Organisationen aus mehr als 100 Ländern teilnahmen, darunter auch die DKP. Wir dokumentieren die Abschlusserklärung. In UZ vom 12. Juni 2026 erscheint ein Bericht über die Konferenz.

Liebe Genossinnen und Genossen! Freundinnen und Freunde und Gleichgesinnte!

Wir wenden uns an euch aus der Heldenstadt Moskau, vor deren Mauern die Rote Armee die Hitler-Horden zerschlug, die ganz Europa besetzt hatten. In den strengen Wintertagen des Jahres 1941 hat das sowjetische Volk der Welt bewiesen: Der Faschismus ist nicht allmächtig. Er wird besiegt werden, wenn sich Völker gegen ihn erheben, vereint durch den Glauben an Wahrheit und Gerechtigkeit.

Das III. Internationale Antifaschistische Forum findet in einer Zeit statt, in der die Menschheit vor schwersten Prüfungen steht. Die imperialistische Reaktion strebt erneut danach, einen möglichst umfassenden Angriff auf die Rechte der arbeitenden Menschen zu starten. Ihre unveränderlichen Begleiter bleiben Militarismus und Kolonialismus, Faschismus und Antikommunismus. Sich auf die dunkelsten Kräfte stützend, strebt das oligarchische Kapital danach, seine Herrschaft über die Völker zu bewahren und zu festigen. Über die Arbeit und das Talent der Menschen. Über die natürlichen Reichtümer unseres Planeten. Über die Gegenwart und Zukunft der Menschheit.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat das aggressive Wesen des Großkapitals überzeugend offenbart. Seine Handlanger geraten in Raserei, wenn Völker den Ansprüchen der Weltoligarchie auf Herrschaft und Unterdrückung die Stirn bieten. Die Kapitalisten und ihre ideologischen Handlanger betrachten die geeinte Arbeiterklasse, die nationale Befreiungsbewegung sowie das Streben der Werktätigen nach Demokratie und sozialer Gerechtigkeit als ihre größte Bedrohung.

Vor unseren Augen hat der Kapitalismus im Grunde genommen den Schleier der liberalen Demagogie fallen lassen. Er spricht immer weniger von „Freiheit“ und „Menschenrechten“. Die Reaktion greift immer häufiger auf Diktatur, Terror, Chauvinismus und Krieg zurück. Verschiedene Formen des Faschismus werden wiederbelebt. Die Erben von Hitler und Mussolini, Franco und Salazar, Horthy und Antonescu erheben ihre Köpfe. Aggressive Militärblöcke verstärken ihre Aktivitäten. Um Druck auf die Völker auszuüben, setzen die Imperialisten immer zynischer auf politischen Terror, religiösen Extremismus, ethnischen Hass, die Sanktionsschlinge und den militärischen Knüppel.

Wir erklären: Der Kampf gegen den Faschismus ist untrennbar mit dem Kampf gegen Antikommunismus und Russophobie verbunden. Wir verurteilen entschieden die Versuche, die Sowjetunion mit dem Hitler-Reich gleichzusetzen, die Befreier als „Besatzer“ zu bezeichnen, Denkmäler für Soldaten der Roten Armee abzureißen, kommunistische Symbole zu verbieten und die Komplizen des Nationalsozialismus zu rechtfertigen. All diese Schritte sind nichts anderes als die politische Vorbereitung einer faschistischen Revanche. Die Reaktionäre streben danach, den Völkern ihr historisches Gedächtnis zu rauben, die Verbindung zwischen den Generationen zu zerreißen und die Heldentaten der UdSSR und des gesamten antifaschistischen Widerstands zu verleumden.

Wir bekräftigen unser Bekenntnis zu den Einschätzungen und Schlussfolgerungen, die im Manifest für die Vereinigung der Völker der Welt, „Die Menschheit vor dem Faschismus bewahren!“, dargelegt sind. Es wurde am 22. April 2023 auf dem I. Internationalen Antifaschistischen Forum in Minsk verabschiedet und hat seine Aktualität voll und ganz unter Beweis gestellt. Sein Geist des Internationalismus und der Solidarität bildet die Grundlage für unseren Zusammenhalt und unser gemeinsames Handeln.

Wir sind der Ansicht, dass der Faschismus kein zufälliger Umweg in der Weltgeschichte ist. Er entsteht aus der Krise des Kapitalismus, aus der Angst des Großkapitals vor den Werktätigen, aus seinem Wunsch, diese zu versklaven und zu unterdrücken. Alle Erscheinungsformen der extremen Reaktion haben als Hauptursache das Bestreben der Finanzoligarchie, ihre Herrschaft um jeden Preis zu erhalten.

Einen besonderen Platz in unserem gemeinsamen Kampf nimmt der Kampf gegen den Terrorismus ein. Wir verurteilen den Terror in all seinen Erscheinungsformen entschieden – ob individuell, in Gruppen oder staatlich. Ob freiwillig oder als Söldner. Militärisch, wirtschaftlich oder psychologisch. Terrorismus bringt Tod und Zerstörung, ruiniert Menschenleben, schürt Angst und Hass, sät Schmerz und Leid.

Die Völker müssen die tiefen Wurzeln des Terrorismus erkennen. Er lässt sich nicht allein durch den Fanatismus fanatischer Gruppen oder den kriminellen Willen einzelner Personen erklären. Der Nährboden des Terrorismus ist eine Welt der sozialen Ungleichheit, der Rechtlosigkeit und Armut, der Erniedrigungen und Arbeitslosigkeit, der Interventionen und des Völkermords, des Diktats und neokolonialer Praktiken, der Willkür von Sanktionen und zynischer Blockaden.

Enorme Massen von Menschen schaffen den kolossalen Reichtum der modernen Welt, doch die Früchte ihrer Arbeit und ihres Talents werden von einem engen Kreis von Kapitaleigentümern beansprucht. Über die großen Werte verfügen nicht die Völker, sondern eine absolute Minderheit von Usurpatoren der tatsächlichen Macht. Das sind die Herren der Banken und Finanzgruppen, der transnationalen Unternehmen, der Rüstungskonzerne und der IT-Giganten. Die ungeheure Ungleichheit bei der Verteilung der Ergebnisse gesellschaftlicher Arbeit führt zu Entfremdung und sozialer Degradierung.

Der Imperialismus schafft Zonen des Chaos und zerstört ganze Länder unter dem Vorwand ihrer „Befreiung“. Er rüstet radikale Gruppierungen auf, schürt interethnische Feindseligkeiten, entfacht religiöse Feindschaft und unterstützt rassistische und nationale Diskriminierung. Er ist es, der Söldnertum fördert und Staatsstreiche organisiert.

Wir betonen: Der Kapitalismus ist nicht nur unfähig, den Terrorismus zu vernichten – er reproduziert ständig dessen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen. Der Kampf gegen den Terrorismus lässt sich nicht auf Polizeieinsätze und Militäraktionen reduzieren. Das Leben verlangt die Beseitigung seiner Ursachen: die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, neokoloniale Ausbeutung, soziale Ungleichheit. Die Zerschlagung imperialistischer Blöcke und die Beseitigung der Herrschaft des transnationalen Kapitals sind das Gebot der Stunde.

Die Teilnehmer des III. Internationalen Antifaschistischen Forums bekunden ihre Unterstützung für die antifaschistischen und antiterroristischen Aktivitäten Russlands im Rahmen der militärischen Spezialoperation in der Ukraine. Wir betrachten diesen Kampf als Teil des allgemeinen Widerstands gegen globales Diktat, Staatsterror, Militarismus und Neonazismus. Wir verurteilen entschieden die Versuche, das ukrainische Territorium als Sprungbrett für die Ausweitung des Einflusses imperialistischer Kräfte zu nutzen.

Wir betonen: Unser Kampf gegen Neonazismus und Terrorismus ist von grundsätzlichem Charakter. In ihm gibt es keinen Platz für Kompromisse. Er richtet sich gegen Kräfte, die darauf abzielen, die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs zu revidieren, die Komplizen des Hitler-Faschismus zu rehabilitieren und die Erinnerung an die Heldentaten der Antifaschisten auszulöschen. Wir werden uns niemals mit denen abfinden, die Terror und Angst säen, um die Welt dem Diktat des Kapitals zu unterwerfen. Wir kämpfen für das Recht der Völker auf Sicherheit und historische Wahrheit, auf Souveränität und umfassende Entwicklung, auf soziale Gerechtigkeit und die Wahl eines sozialistischen Weges.

Wir fordern von den USA entschieden, ihre Versuche einzustellen, der Republik Kuba ihren Willen aufzuzwingen. Seit vielen Jahrzehnten ist sie ein Symbol für Würde und Treue zu dem gewählten Weg. Die zahlreichen Sanktionen gegen die Insel der Freiheit und die willkürlichen Anschuldigungen Washingtons gegen den Führer der kubanischen Revolution, Raúl Castro Ruz, müssen unverzüglich beendet werden. Die Blockade Kubas ist ein Akt des Staatsterrorismus gegen ein ganzes Volk. Der pathologische Wunsch, ganze Länder für die Wahl ihres Entwicklungsweges zu bestrafen, ist ein Beispiel für unverantwortliche und kriminelle Politik.

Wir bekunden unsere Solidarität mit der Bolivarischen Republik Venezuela. Wir fordern, den politischen und gewaltsamen Druck auf ihr Volk zu beenden und die Wirtschaftssanktionen aufzuheben. Wir bestehen auf der sofortigen Freilassung des Präsidenten des Landes, Nicolás Maduro, und von Cilia Flores. In der Absicht der USA, das venezolanische Volk zu brechen und sich dessen Bodenschätze anzueignen, zeigt sich derselbe neokoloniale Kurs, der Faschismus, Terrorismus und militärische Interventionen nährt.

Wir fordern die Beendigung des Völkermords am palästinensischen Volk. Das israelische Militär muss seine Verbrechen im Gaza-Streifen und seine aggressiven Aktionen gegen den Libanon einstellen. Wir bestehen auf der Verwirklichung des Rechts des palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat.

Washington muss die Unterstützung der aggressiven Handlungen Israels und die Militäroperation gegen den Iran unverzüglich einstellen. Die Weltgemeinschaft ist aufgerufen, die interventionistischen Bestrebungen der USA zu verurteilen und Entschädigung für den dem iranischen Volk zugefügten Schaden zu fordern.

Wir rufen alle Menschen guten Willens dazu auf, die Einheitsfront der fortschrittlichen, linken, kommunistischen, patriotischen, antikolonialen und antifaschistischen Kräfte zu stärken. Wir müssen unsere Kräfte in unserem gerechten Kampf bündeln. Indem wir als Einheitsfront agieren, müssen wir Antikommunismus, Antisowjetismus und Russophobie entlarven, die Rechte der Werktätigen verteidigen, und für einen gerechten und sicheren Frieden kämpfen.

Wir wenden uns an alle Völker der Erde: Lasst euch nicht täuschen! Vertraut nicht denen, die mit falschen Parolen von „Freiheit“ um sich werfen, aber Knechtschaft bringen. Die von „Demokratie“ sprechen, aber die Diktatur des Kapitals pflegen. Die von „Sicherheit“ verkünden, aber Kriege schüren. Die den Kampf gegen den Terrorismus versprechen, aber selbst Zwietracht und Gewalt säen.

Nur eine Welt gleichberechtigter Völker, sozialer Gerechtigkeit und der Brüderlichkeit der Werktätigen wird die Menschheit vor Faschismus, Terrorismus und Krieg bewahren.

Nein zu Imperialismus, Neonazismus, Antikommunismus und Terrorismus!
Wir lassen nicht zu, dass die Welt in die Luft gesprengt wird! No pasarán! Sie werden nicht durchkommen!
Möge die Welt der Arbeit, des Sozialismus und der Völkerfreundschaft triumphieren!
Hoch die internationale Solidarität der Werktätigen!

Moskau, 25. Mai 2026

Quelle: Unsere Zeit

Markiert: