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Protest gegen ­Wohnungskonzern LEG

Übernommen von Unsere Zeit:

Vergangene Woche haben rund 60 Mieterinnen und Mieter vor der Jahreshauptversammlung der LEG Immobilien SE in Düsseldorf protestiert. Die Kritik: Während der Konzern Gewinne an die Aktionäre ausschütte, werde vielerorts an Instandhaltung gespart.

Zahlreiche Mieterinnen und Mieter berichten laut Deutschem Mieterbund NRW (DMB NRW) über kaputte Heizungen, Wasserschäden, Schimmel, Ungeziefer, ungerechtfertigte Mieterhöhungen und Einschüchterungen durch die LEG.
„Etliche Siedlungen der LEG sind in einem unzumutbaren Zustand und trotzdem steigen die Mieten immer weiter. Die LEG muss mehr Geld in die Instandhaltung ihrer Immobilien investieren und Tricks bei Mieterhöhungen unterlassen“, forderte Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des DMB NRW.

Eine Mieterin aus Witten berichtete, dass die LEG viele Mieterinnen und Mieter mit Räumungsklagen überziehe: „Die ersten Verfahren finden noch im Mai statt. Dabei machen wir nur von unserem Recht Gebrauch, die Nebenkostennachforderungen zurückzubehalten, solange uns der Vermieter keine vollständigen Belege vorlegt.“ Das aber habe die LEG bis heute nicht getan. Dennoch zerre der Konzern Menschen vor Gericht.

Siw Mammitzsch von der Mietergemeinschaft Essen kritisiert: „In einer Siedlung in Essen-Bergmannsfeld sind 2021 etliche Sozialwohnungen aus der Bindung gelaufen. Seitdem haben sich die Mieten um rund 30 Prozent erhöht. So vernichtet die LEG preisgünstigen Wohnraum und zwingt die Mieter dazu, an Urlaub, Kultur oder ausgewogenem Essen zu sparen, um die Mieten noch stemmen zu können.“

Weitere Mieterinnen und Mieter berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Wohnungskonzern. Offenbar handelt es sich hierbei eben nicht um „bedauerliche Einzelfälle“, die „in wenigen Tagen behoben“ würden, wie der LEG-Vorstand immer wieder betont. Laut Mieterbund spiegeln diese Fälle das Vorgehen und den Zustand der meisten Wohnquartiere der LEG wider.

Quelle: Unsere Zeit

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