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Erklärung des Zypern-Friedensrats zum 52. Jahrestag der türkischen Invasion auf Zypern

Übernommen vom Weltfriedensrat:

Sonntag, 26. Juli 2026

Anlässlich des 52. Jahrestags der türkischen Invasion auf Zypern gedenkt der Zypern-Friedensrat all jener, die dabei ums Leben kamen, vermisst wurden oder vertrieben wurden, sowie all jener, die weiterhin unter den Folgen der tragischen Ereignisse vom 20. Juli 1974 leiden.

Der türkischen Invasion ging der faschistische Staatsstreich voraus, der von der griechischen Militärjunta und ihren Kollaborateuren auf Zypern inszeniert wurde. Beide waren Teil des imperialistischen Plans, der zur Teilung unseres Heimatlandes führte und verheerende Folgen für das zyprische Volk hatte. Die Besetzung eines bedeutenden Teils des Hoheitsgebiets der Republik Zypern ist nach wie vor eines der schwerwiegendsten ungelösten Probleme in Europa.

Die Invasion stellt einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht, die Charta der Vereinten Nationen sowie die Souveränität und territoriale Integrität der Republik Zypern dar. Sie führte zu Tausenden von Toten und Verletzten, zur Vertreibung von fast einem Drittel der Inselbevölkerung, zur quälenden und bis heute ungelösten Suche nach dem Schicksal der Vermissten sowie zur Zerstörung des kulturellen und religiösen Erbes unseres Landes. Mehr als fünf Jahrzehnte später belasten die Folgen der Invasion und der anhaltenden Besetzung weiterhin die Bevölkerung Zyperns und behindern die Aussichten auf dauerhaften Frieden und Gerechtigkeit.

Der Zypern-Friedensrat bekräftigt sein unerschütterliches Engagement für Frieden, Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen griechischen und türkischen Zyprioten. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Zukunft Zyperns in der Wiedervereinigung unseres Landes durch eine gerechte, tragfähige und friedliche Lösung auf der Grundlage der einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen liegt. Eine solche Lösung muss auf einer bikommunalen, bizonalen Föderation mit politischer Gleichberechtigung beruhen, wie sie im Rahmen der Vereinten Nationen vorgesehen ist, und die Existenz eines einzigen, international anerkannten Staates mit einer einzigen Souveränität, einer einzigen internationalen Rechtspersönlichkeit und einer einzigen Staatsangehörigkeit gewährleisten. Nur durch Dialog, gegenseitigen Respekt und friedliches Zusammenleben kann Zypern zu einer vereinten Heimat für alle seine Menschen werden.

Quelle: Weltfriedensrat

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