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Die USA krallen sich Venezuelas Öl – Trumps „größte Öl-Deal in der Weltgeschichte“

Kommunistische Gewerkschaftsinitiative - International

Übernommen von KOMintern:

Der Öl-Deal zwischen den USA und Venezuela belegt erneut die Wiederbelebung der Monroe-Doktrin von 1823 unter Trumps Vorzeichen, so Marin Ling in seinem aktuellen nd-Kommentar „Trump macht mit Caracas, was er will“, den wir hier leicht gekürzt wiedergeben: Mit den 65 Milliarden Barrel aus dem nach der Militärintervention vom Jänner, samt Kidnapping des den USA unliebsamen Präsidenten Nicolás Maduro, von Trump als „51. Bundesstaat“ der Vereinigten Staaten bezeichneten Landes würde Washington nicht nur schlagartig seine auf dem niedrigsten Stand seit 1982 liegenden strategischen Öl-Reserven wieder auffüllen und seinen beanspruchten wirtschaftlichen Einfluss auf Venezuela rigoros ausweiten, sondern zudem eine Bresche in die OPEC+ schlagen.

Die „Donroe-Doktrin“ – so nun mit Martin Ling – lebt. Das von Donald Trump als „der größte Öl-Deal in der Weltgeschichte“ bezeichnete Abkommen zwischen den USA und Venezuela belegt erneut die Wiederbelebung der Monroe-Doktrin aus dem Jahre 1823 unter Trumps Vorzeichen. (…)

Mit dem Abkommen erhielten die USA durch eine Partnerschaft ​mit Privatunternehmen die Mehrheitskontrolle über 65 Milliarden Barrel aus den venezolanischen Erdölvorkommen, teilte Trump in seinem Onlinedienst mit. Das sind rund ein Fünftel der Gesamtreserven Venezuelas von 303 Milliarden Barrel. Venezuelas Präsidentin von Trumps Gnaden, Delcy Rodríguez, macht gute Miene zum bösen Spiel: Der Öl-Deal werde außer den mehr als 100 Milliarden Dollar an Investitionen auch mehr als 209 Milliarden Dollar Steuereinnahmen für den Staat einbringen, erklärte sie im Onlinedienst Telegram hoffnungsfroh.

Die USA haben seit der Entführung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro am 3. Januar die Geschicke Venezuelas übernommen, Maduros Parteifreundin Rodríguez fügt sich den Weisungen aus Washington. Seit der Militärintervention der USA fließen die Erlöse aus dem Erdölverkauf auf ein Konto unter Kontrolle des US-Finanzministeriums. Venezuela muss monatliche Haushaltsanträge in Washington einreichen und auf Rückfluss hoffen. Laut einem Bericht der „Financial Times“ flossen bis Ende Juli rund 13 Milliarden US-Dollar durch dieses System nach Washington. Laut dem Tracking-System der venezolanischen Regierung kamen lediglich 300 Millionen Dollar in Caracas an. Über die Lücke schweigen beide Regierungen geflissentlich.

(…) Millionen [Venezulaner:innen] fristen ein Dasein am Existenzminimum und nach dem Erdbeben vor zwei Monaten erwies sich Venezuelas Staat als unfähig, substanziell zu helfen. Trump lässt das kalt. Er zeigt an Venezuela, wie die US-amerikanische Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre wieder hergestellt werden soll, ein Anspruch, der sich auch in der Ende vergangenen Jahres veröffentlichten Nationalen Sicherheitsstrategie findet.

Quelle: KOMintern

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