Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Den Berechnungen des nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien Statec zufolge wurden im August 5,8 Prozent höhere Preise für Energieprodukte festgestellt, als ein Jahr zuvor, trotz des Abwärtstrends der letzten Monate.
Der Rückgang der Preise für eine Reihe von Energieträgern hat nichts mit der Preisentwicklung auf den Energiebörsen zu tun, sondern ist darauf zurückzuführen, dass die nationale Tripartite am 8. Juli ein »Resilienzpaket« beschloß, das allerdings zeitlich begrenzt ist und zum 31. Dezember dieses Jahres ausläuft.
Das hatte zur Folge, dass der Strom- und der Gaspreis sanken. Im Gegensatz dazu führte die zum 1. August beschlossene staatliche Subventionierung des Heizöls um 15 Cent pro Liter nicht zu einer Preissenkung, denn im August stieg der Preis für Heizöl um 5,2 Prozent. Auch die zum 1. Juli beschlossene Senkung auf Benzin und Diesel um 5 Cent pro Liter verpuffte inzwischen, denn der Preis pro Liter Benzin stieg zwischen Juli und August dennoch um 0,8 Prozent und der Literpreis für Diesel sogar um 12,3 Prozent.
Im Jahresvergleich stieg der Preis für Benzin zwischen August 2025 und August 2026 um 16,1 Prozent, für Diesel um mehr als ein Drittel (33,7 Prozent).
Nach dem Ende des Sommerschlußverkaufs stiegen die Preise in der Kategorie »Bekleidung und Schuhe« im August wieder um 17,2 Prozent und lagen um ein Prozent höher als im August des vorigen Jahres.
Teurer wurden innerhalb eines Monats auch Pauschalreisen (3,5 Prozent) und Flugtickets (5,8 Prozent).
Innerhalb eines Jahres gab es in allen 13 Kategorien des Preisindex Preiserhöhungen zu verzeichnen. Bei den Lebensmitteln betrugen sie 1,4 Prozent, bei den alkoholischen Getränken und bei Tabakprodukten 2 Prozent, bei Möbel und Küchengeräten 1,5 Prozent, bei Gesundheitsprodukten und Dienstleistungen 1,8 Prozent, im Bildungsbereich 6,2 Prozent und bei Restaurants und Hotels 3,2 Prozent.
Die Jahresinflationsrate beträgt 2,2 Prozent. Der semestrielle Durchschnitt des Index vom 1. Januar 1948, der für die Anpassung der Löhne und Renten an die Inflation gilt, steigt von 1049,47 auf 1054,27 Punkte. Die nächste Indexierung wird bei 1064,75 Punkten ausgelöst.
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

