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Fortsetzung in der »Bommeleeër« Affäre

Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:

Aus den gerichtlichen Verhandlungsprotokollen für den Monat Oktober geht hervor, dass die Justiz sich ab dem 27. Oktober erneut mit der sogenannten »Bommeleeër«-Affäre beschäftigen wird.

Die ursprünglichen Ereignisse gehen auf die Jahre 1984 bis 1986 zurück, als zwischen dem 30. Mai 1984 und dem 25. April 1986 insgesamt 20 Sprengstoffanschläge auf mehrere Strommasten, die technischen Anlagen des Flughafens, das Gerichtsgebäude, die Zentrale der Gendarmerie, Gasleitungen, ein Polizeibüro, das Schwimmbad auf Kirchberg und die Wohnung eines Rechtsanwalts verübt wurden.

Im »Bommeleeër«-Bis-Berufungsprozeß, der Ende Oktober über die Bühne gehen soll und bei dem es um vermeintliche Falschaussagen während des ersten Bombenlegerprozesses geht, stehen erneut der frühere Kommandant der »Brigade Mobile de la Gendarmerie« und frühere Generaldirektor der Polizei, Pierre Reuland, der ehemalige Kommandant der Gendarmerie, Aloyse Harpes, der ehemalige Generalsekretär der Polizei, Guy Stebens, und der ehemalige Sureté-Chef, Armand Schockweiler, vor Gericht.

Im Rahmen eines zweiten Berufungsverfahrens sind, neben den vorgenannten vier Ex-Polizisten und -Gendarmen, auch der ehemalige BMG-Angehörige Marcel Weydert und der ehemalige Ermittler Guillaume Büchler vorgeladen.

Wer waren die »Bommeleeër«?

Die Anschläge wurden bis heute nicht restlos aufgeklärt, auch wenn sie den ehemaligen Angehörigen der Gendarmerie-Spezialeinheit BMG, Jos. Wilmes und Marc Scheer, zur Last gelegt wurden.

Dass es sich bei den Bombenlegern nicht um ein Zwei-Mann-Unternehmen, sondern um eine größere Gruppe von Männern mit militärischer Erfahrung, großem Insiderwissen und Unterstützung mit bis in die höchsten Ränge von Gendarmerie, Polizei, Armee und Geheimdienst handeln könnte, hatten der kommunistische Abgeordnete René Urbany und der Rechtsanwalt Gaston Vogel noch während der Anschlagsserie geschlussfolgert.

Sie hatten sich auch intensiv mit der Frage der Auftraggeber der Terroranschläge beschäftigten und selbst eine Beteiligung von Militärs und Geheimdienstlern von NATO-Staaten nicht ausschlossen – eine Spur, die nie ernsthaft verfolgt wurde.

Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

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