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Gewerkschaftsverband von Böhmen, Mähren und Schlesien (Tschechische Republik) bekundet Respekt und Unterstützung für Arbeiter und Angestellte der Mittelmeerhäfen

Übernommen vom Weltgewerkschaftsbund:

Wir betrachten diesen Internationalen Aktionstag – an dem sich am 30. Oktober Hafenarbeiter und Hafenarbeiterinnen gegen Krieg und Militarisierung engagieren – als einen bedeutenden Beitrag radikaler Stimmen, die sich gegen den kriegsgetriebenen Wahnsinn stellen, der nicht nur Europa, sondern die ganze Welt erfasst hat. Die Kriegsherde in Palästina, Syrien, im Nahen Osten, im Jemen, in Afrika und in der Ukraine sind Ausdruck imperialistischer, neokolonialer Habgier und Rücksichtslosigkeit.

Kriege bringen Tod, Leid, Vertreibung, Armut und sich verschlechternde Lebensbedingungen mit sich. Menschen und Arbeiter*innen auf der ganzen Welt wissen, dass die enormen Ressourcen, die in die Kriegswirtschaft fließen, auf Kosten des Sozialstaats, der Bildung, der Gesundheitsversorgung, der Löhne, der Renten und der Sozialleistungen für die Arbeiterklasse abgezogen werden. Herrschende Eliten und transnationale Konzerne werden durch den Krieg noch reicher und profitieren vom menschlichen Leid. Unterdessen werden einfache Menschen durch diese Konflikte in Armut, tiefes Leid und Hoffnungslosigkeit gestürzt. Herrschende Eliten sowie transnationale Finanz- und Rüstungskonzerne nutzen nationale, rassische und religiöse Spaltungen bewusst aus, um den Keim für Kriege zu säen, Gebiete und Nationen zu unterwerfen und deren materiellen und geistigen Reichtum zu plündern.

In einer Ära, die vom Aufstieg des Faschismus, des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit geprägt ist – einer Zeit, in der die „Normalisierung“ des Völkermords an den palästinensischen und kubanischen Völkern, die kriminelle Blockade Kubas, explodierende Militärausgaben, der Durchsetzung einer Kriegswirtschaft und den Vorbereitungen auf einen weiteren Weltkrieg – liegt der einzige Ausweg aus der kapitalistischen Krise in der Entschlossenheit der Arbeiter und anderer Erwerbstätiger, sich zu wehren, diese volksfeindlichen imperialistischen Agenden aktiv zu blockieren und gegen Militarisierung und Krieg zu kämpfen. Ohne Arbeiter und andere Erwerbstätige wären die Rüstungsproduktion, die Bewaffnung der Streitkräfte und die Versorgung imperialistischer Armeen unmöglich! Das ist eine Tatsache, die anerkannt werden muss.

Wir verurteilen den Völkermord am palästinensischen Volk durch den Staat Israel, den Völkermord am kubanischen Volk, die US-Blockade gegen Kuba, die Kriegsherde im Nahen Osten und in Afrika sowie den imperialistischen Krieg in der Ukraine – einen Konflikt, der vom Kampf der Großmächte um die Neuverteilung von Einflusssphären und Bodenschätzen angetrieben wird. Wir verurteilen sowohl die offene als auch die verdeckte Unterstützung von Faschismus und Rassismus.

Der Gewerkschaftsverband von Böhmen, Mähren und Schlesien würdigt radikale Initiativen und den unermüdlichen Kampf der Arbeiter*innen – gemeinsam mit ihren Gewerkschaften –, die klar und deutlich erklären, dass sie nicht zulassen werden, dass ihre Länder an Kriegen teilnehmen. Sie weigern sich, an der Produktion, Verladung oder dem Transport von Waffen und militärischer Ausrüstung mitzuwirken, und boykottieren jegliche Zusammenarbeit oder Unterstützung im Zusammenhang mit aktiven Kampfgebieten. Ungeachtet der Politik des Präsidenten und der Regierung der Tschechischen Republik, der Europäischen Union, Großbritanniens und der USA bekunden wir unsere Anerkennung und volle Unterstützung für den 30. Oktober – den Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter und Hafenangestellten gegen Krieg und Militarisierung.

Für den Frieden, ein freies Palästina, Kuba und die Befreiung der unterdrückten Nationen der Welt!

Quelle: WFTU EUROPEAN REGIONAL OFFICE

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