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Ostermärsche am Gründonnerstag erfolgreich gestartet – Hauptaktionstag morgen mit über 70 Aktionen

Netzwerk Friedenskooperative

Übernommen von Netzwerk Friedenskooperative:

Pressemitteilung des Netzwerk Friedenskooperative vom 3. April 2026

Thema

Ostermarsch

(Bonn, 03.04.2026) Die diesjährigen Ostermärsche sind erfolgreich mit ersten Aktionen am Gründonnerstag in Erfurt, Jena, Königs Wusterhausen und Regensburg gestartet. In Erfurt nahmen laut Veranstalter*innen rund 200 Menschen teil, in Jena lag die Teilnehmendenzahl bei 300. Damit liegt die Teilnehmerzahl am Gründonnerstag in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Am heutigen Karfreitag finden Ostermärsche in Biberach, Bruchköbel, Chemnitz, Gütersloh, Gronau und Jagel statt.

Bei den über 100 Ostermarsch-Terminen werden die Kriege in Nahost und der Golf-Region, in der Ukraine, der Protest gegen Aufrüstung und die Reaktivierung der Wehrpflicht im Zentrum stehen. Es wird mit mehreren zehntausend Menchen gerechnet die an den Aktionen über Ostern teilnehmen.

„Viele Menschen blicken mit großer Sorge auf die immer größer werdenden Militärausgaben in Deutschland und weltweit. Sie fürchten: nach Aufrüstung kommt Krieg. Das treibt sie zu Ostern auf die Straßen“, berichtet Kristian Golla aus dem Büro des Netzwerk Friedenskooperative, das die Informationen zum Ostermarsch bündelt.

Deutschland ist mittlerweile viertgrößter Waffen-Exporteur und hat dabei China überholt. Gleichzeitig hat sich der Militäretat in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren Mehr als verdoppelt. Dies sind besorgniserregende Entwicklungen, die das Netzwerk Friedenskooperative scharf kritisiert und in Frage stellt, besonders angesichts der fehlenden Gelder für soziale und andere Bereiche. „Sozialabbau oder neue Schulden für militärische Aufrüstung auf Kosten von u.a. Bildung, Klimaschutz und dringend benötigten Investitionen, die unser Leben verbessern, sind inakzeptabel.“, so Golla weiter. Fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung sollen die NATO-Staaten künftig für Militär und kriegsrelevante Infrastruktur ausgeben. Fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes entsprächen nach heutigen Zahlen fast der Hälfte des deutschen Bundeshaushalts – mindestens 200 Milliarden Euro. Geld, das so dringend in anderen Bereichen benötigt wird. „Wir leben in Zeiten, in denen scheinbar unbegrenzt Ressourcen für Aufrüstung vorhanden sind, während in allen anderen Bereichen Geld fehlt. So werden beispielsweise auch wichtigen Demokratieförderungsprogrammen die Gelder gekürzt. Das ist inakzeptabel und konträr zum Leitsatz der Friedensbewegung Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“, erklärt Kristian Golla.

Am heutigen Karfreitag finden insgesamt sechs Ostermärsche statt. In Chemnitz steht der Ostermarsch unter dem Motto „Für Frieden, für Abrüstung, für eine Welt ohne Kriege“. Beim Ostermarsch in Gronau wird aufgrund der Urananreicherungsanlage traditionell die Energiewende thematisiert, hier heißt es „Frieden und Energiewende statt atomares Wettrüsten und Uranmüll“. „Jeder Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit“ ist das Motto in Jagel.

Am Hauptaktionstag, dem morgigen Karsamstag, finden dann in rund 70 Städten Ostermarschaktionen statt, u.a. mit dem Auftakt des Ostermarschs Rhein-Ruhr in Duisburg. Zudem sind Ostermärsche in Bonn, Bremen, Hannover, Köln, Leipzig, München, Stuttgart und vielen weiteren Städten geplant. „Traditionell bildet der Karsamstag den Schwerpunkt der Ostermarschaktivitäten und wir erwarten dementsprechend eine rege Beteiligung.“, so Kristian Golla weiter.

Nützliche Hinweise:

Alle Ostermarsch-Termine:
https://www.friedenskooperative.de/termine?thema=69 

Ostermarsch-Termine für die einzelnen Tage gibt es hier: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine 

Ostermarsch-Termine nach Bundesland:
https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine 

Die Reden, bei denen wir um Berücksichtigung der Sperrfristen bitten, sind zu finden unter: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/reden 

Aufrufe, Pressesplitter und alle weiteren Informationen sind zu finden unter:
https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026 

Der Aufruf des Netzwerk Friedenskooperative kann hier nachgelesen werden.

Hinweis: Bitte beachten Sie zur Vermeidung von Fehlern bzgl. der Rolle des Netzwerk Friedenskooperative bei den Ostermärschen unser Presse-FAQ. Die Ostermärsche werden in lokaler und regionaler Verantwortung organisiert. Nicht das Netzwerk Friedenskooperative organisiert die Ostermärsche in den Städten, sondern die Veranstalter*innen vor Ort. Das Netzwerk Friedenskooperative stellt diese Informationen der Ostermarsch-Veranstalter*innen gesammelt zur Verfügung. In den lokalen Aufrufen gibt es häufig diverse eigene Themen und Forderungen sowie unterschiedliche Schwerpunktsetzungen.

Themen der Ostermärsche 2026:
Die diesjährigen Ostermärsche stehen ganz im Zeichen der sich zuspitzenden globalen Konfliktlage, wobei neben den verheerenden Kriegen in der Ukraine, im Südlibanon und Gaza, im Sudan und in der DR Kongo besonders die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen im Iran das Geschehen bestimmen. Die Friedensbewegung richtet dabei eine deutliche Forderung an die Bundesregierung, diplomatische Initiativen für Frieden zu forcieren und das Völkerrecht konsequent statt selektiv anzuwenden. In diesem Zusammenhang werden sowohl der russische Angriff auf die Ukraine als auch die jüngsten Schläge der USA und Israels gegen den Iran sowie die US-Intervention in Venezuela als völkerrechtswidrig scharf kritisiert.

Ein massiver Kritikpunkt bleibt die voranschreitende globale Aufrüstung, die nach Ansicht der Demonstrierenden ein enormes Eskalationsrisiko birgt und dringend benötigte finanzielle Mittel für den Klimaschutz, das Bildungswesen sowie den Sozial- und Gesundheitssektor bindet. Besonders die für 2026 geplante Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland sowie die entsprechenden Gegenmaßnahmen Russlands in Belarus werden als gefährliches Wettrüsten abgelehnt. Die Bewegung spricht sich zudem entschieden gegen die Entwicklung eigener Mittelstreckensysteme durch EU-Staaten aus und fordert stattdessen eine Wiederbelebung der Rüstungskontrolle. Angesichts der anhaltenden Gefahr eines atomaren Konflikts und der Debatten um einen europäischen Nuklearschirm bekräftigen die Teilnehmenden ihre Forderung nach einer vollständigen nuklearen Abrüstung. Dies schließt den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot sowie den Abzug der in Büchel stationierten US-Atombomben explizit ein.

Ein weiteres zentrales Anliegen der diesjährigen Proteste ist die strikte Ablehnung der Wehrpflicht, da die Zwangsverpflichtung junger Menschen zum Dienst an der Waffe als fataler Schritt hin zu einer weiteren Militarisierung der Gesellschaft betrachtet wird.

Pressekontakt
Das Büro des Netzwerk Friedenskooperative beantwortet gerne Presseanfragen zu einzelnen Terminen und vermittelt Interviewpartner*innen. Das Büro ist über Ostern durchgehend erreichbar.

Gerne können Sie uns mitteilen, wer aus Ihrer Redaktion Dienst hat, damit wir Sie gezielt mit allen Presseinfos rund um die Ostermärsche versorgen können.

Für weitere Informationen und Presseanfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Kristian Golla, Netzwerk Friedenskooperative
Tel.: 0228 / 692904
E-Mail: info [at] friedenskooperative [dot] de

Quelle: Netzwerk Friedenskooperative

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