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Deutlich schlechter beim Leseverständnis

Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:

Luxemburg hatte 2022 nicht teilgenommen, wird das 2029 aber wieder tun, wobei man sich beim Script ausdrücklich freut, daß vom Rhythmus alle drei auf alle vier Jahre übergegangen wird.

Die Ergebnisse des PISA-Tests sind seit 2012 auch in Luxemburg wie in den Nachbarländern (mit Ausnahme der Wallonie, die von 2022 auf 2025 in Naturwissenschaften und Mathematik leicht besser wurde) kontinuierlich schlechter geworden in den drei durchgehend untersuchten Gebieten. Bildungspolitiker werden es schwer haben, die Ergebnisse des PISA-Tests 2025 bei den 15/16-Jährigen schön zu reden.

Denn: »Im OECD-Durchschnitt sank die Punktzahl in Naturwissenschaften zwischen 2015 und 2025 von 489 auf 482 Punkte. Unter den Nicht-OECD-Ländern blieb sie mit 436 beziehungsweise 437 Punkten hingegen weitgehend stabil. Im OECD-Durchschnitt verringerte sich die Punktzahl in Mathematik zwischen 2015 und 2025 von 485 auf 463 Punkte. In den Nicht-OECD-Teilnehmerländern ging die durchschnittliche Punktzahl im selben Zeitraum von 434 auf 426 Punkte zurück. Die durchschnittliche Punktzahl im Bereich Lesekompetenz sank in den OECD-Ländern zwischen 2015 und 2025 von 489 auf 461 Punkte und unter den Nicht-OECD-Teilnehmerländern von 428 auf 412 Punkte.«

Luxemburg liegt leicht unter dem OECD-Durchschnitt mit 474 Punkten in Naturwissenschaften, mit 458 Punkten in Mathematik und mit 443 Punkten in Lesekompetenz. Nur im neuen Kapitel »Lernen in der digitalen Welt« liegt Luxemburg mit 506 Punkten über dem OECD-Durchschnitt von 500. Das macht Platz 25 von 91 und hier liegt Luxemburg sogar leicht über dem EU-Durchschnitt.

Besonders die Ergebnisse beim Leseverständnis tun weh, da das die Mutter aller Kompetenzen ist, die überall gebraucht wird.

Oberflächlichkeit beim Lesen führt zu Flüchtigkeitsfehlern und am Ende ist alles falsch verstanden. 2012 wurden noch 488 Punkte erreicht, 2025 waren es nur noch 443! Dabei werden im Lyzeums-Préparatoire gar nur 301 Punkte erreicht, in der Allgemeinen Sekundarschule 385, in der klassischen 506, in den öffentlichen internationalen Schulen 477 und in den privaten internationalen Schulen 544.

Letzteres wird vom Script aus begründet mit dem höheren sozio-ökonomischen Index, was wohl auch für den klassischen Sekundarzweig gilt. Beide liegen denn auch generell deutlich über dem OECD-Durchschnitt, die öffentlichen internationalen Schulen weniger deutlich und die anderen deutlich drunter.

Als Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern ist festzuhalten, daß Mädchen im Durchschnitt genauer lesen als Jungen, während es bei den digitalen Kompetenzen umgekehrt ist.

Thema Einstellung

71% der 6.078 Teilnehmer in 49 Schulen bezeichnen sich als neugierig (OECD-Durchschnitt 73%), 75% (gegenüber 69%) sind überzeugt, daß Einsatz beim Lernen was bringt, 52% (60%) strengen sich mehr an, wenn’s schwierig wird, aber 29% (24%) finden Schule sei Zeitverlust.

20% (19%) erklären nicht gut arbeiten zu können im Unterricht, 33% (31%) finden den Unterricht durch Lärm und Durcheinander gestört und 33% (29%) geben an, ihre Mitschüler hörten der Lehrkraft nicht zu. Diese eindeutig negativen Werte liegen über dem OECD-Durchschnitt, aber im Script will man darin nicht pädagogische Inkompetenz sehen, was aber eindeutig der Fall ist. Da müssen Professoren am Werk sein, die pädagogisch unfähig sind, wenn in ihren Stunden so viel Krach gemacht wird, daß sie nicht mehr zu verstehen sind. Womöglich sind sie fachlich mehr als qualifiziert, aber absolut nicht in der Lage, mit Jugendlichen zurecht zu kommen. Die sind falsch am Platz, entweder sie werden auf eine Uni versetzt oder aber pädagogisch nachgeschult.

Bestätigt wird das durch folgende Ergebnisse: 58% finden, die Professoren interessierten sich fürs Weiterkommen im Lernen bei allen; 58% finden, die Professoren erklärten bis alle es verstehen; 67% finden, die Professoren gäben jenen, die es brauchten, zusätzliche Unterstützung. Da hat sich gegenüber den Werten von 2015 (57, 63, 67) nicht viel geändert, die OECD-Durschnittswerte (69, 66, 73) liegen aber deutlich höher.Wer das nicht als Problem sehen will, wird keine besseren Ergebnisse bekommen!

Die sinkenden Ergebnisse werden von offizieller Seite mit geringerer Unterstützung durch die Eltern und mit dem Smartphone erklärt. Tatsächlich steigen die Ergebnisse, wenn mindestens einmal in der Woche zu Hause gefragt wird, was in der Schule getan wird (+26 Punkte), über das schulische Vorankommen diskutiert wird (+14 Punkte), Interesse gezeigt wird an dem, was gelernt wird (+14 Punkte) bzw. über Schwierigkeiten sich ausgetauscht wird (+1 Punkt).

Laut Umfrage nach dem PISA-Test werden digitale Geräte pro Schultag durchschnittlich 1,6 Stunden fürs Lernen und 0,8 Stunden für Freizeit eingesetzt. Ein bißchen Entspannung führt zu besseren Ergebnissen in Naturwissenschaften, aber mehr als 1 Stunde davon, bringt schlechtere Ergebnisse, was logisch ist, denn wer in der Schulstunde herumspielt, ist nicht beim Lernthema. 24% geben an, das finde während der meisten Stunden in Naturwissenschaft statt, und dafür brauchen sie kein Smartphone, sind doch alle vom Ministerium aus gezwungen, ein Tablet zu haben, das so und anders verwendet werden kann.

Künstliche Informationssuche (KI) wird von 47% verwendet, was sich bei häufiger Verwendung negativ auswirkt.

Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

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