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VW rechnet sich arm, um Druck auf die Beschäftigten zu machen

Die Linke

Übernommen von Die Linke:

Zu den Quartalszahlen von Volkswagen erklärt Luigi Pantisano, Parteivorsitzender der Partei Die Linke:

„VW meldet einen Milliardenverlust. Wer genauer hinsieht, findet vor allem einen Buchungstrick. 6,4 der 7,8 Milliarden Euro Sonderbelastungen sind eine Abschreibung auf Porsche, bei der kein einziger Euro die Kasse verlässt. Ohne diese Sondereffekte hat VW in den ersten neun Monaten 8,8 Milliarden Euro operativ verdient. Der Cashflow im Autogeschäft hat sich mehr als verdoppelt, auf 4,4 Milliarden Euro. Auf dem Konto liegen 33 Milliarden Euro.

So sieht kein Konzern am Abgrund aus. So sieht ein Konzern aus, der vor den Tarifverhandlungen die Drohkulisse aufbaut. Erst werden fast alle Tarifverträge gekündigt, dann wird über Nullrunden bis 2030 berichtet, und jetzt kommt die passende Schlagzeile dazu.

Ja, VW hat Probleme: China bricht weg, und das Management hat bei Modellpolitik und Elektrostrategie Fehler gemacht. Dafür sind aber nicht die Beschäftigten verantwortlich. Wer ihnen bis 2030 die Löhne einfriert, nimmt ihnen bei heutiger Inflation rund zehn Prozent Kaufkraft. Die Beschäftigten bei VW haben eine Lohnerhöhung verdient und keine Rechentricks. Die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent ist mehr als gerechtfertigt.“

Quelle: Die Linke

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