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Kletter-AktivistInnen protestieren an der Kreuzbahn-Brücke im Lüneburger Tiergarten gegen Atomkraft | Drucken |  E-Mail
Umwelt
Samstag, den 22. November 2008 um 14:49 Uhr
Die Bahn hat gestern einen besonderen Castor-Transport durchgeführt. Der Rücktransport des Fahrgestells und der Castorhüllen vom vergangenen Castortransport war das Ziel eines Protestes zweier Lüneburger Kletter-AktivstInnen. Trotz Schnee-Sturms erklommen sie eine Brücke im Lüneburger Tiergarten.  

Eine Regionalbahn fuhr unter ihnen durch. Kurze Zeit später wurden sie jedoch von der Bundespolizei entdeckt. Die Polizei stellte daraufhin den Zugverkehr auf der Strecke Lüneburg-Dannenberg ein.

"Nach dem Castor ist vor dem Castor. Wir wollten mit der Aktion unseren Protest zum Ausdruck bringen, denn es soll nicht nur einmal im Jahr demonstriert werden. Das reicht nicht aus, um Druck gegen die menschenverachtende Atomindustrie aufzubauen. Auf die Gefahren der Atomindustrie wollen wir jederzeit hinweisen," sagte Kletteraktivistin Cécile Lecomte. "Eigentlich wollten wir den Zug gar nicht blockieren, wir wollten dass der Zug unter uns durch fährt. Aber die Polizei hat ihn angehalten. Wahrscheinlich weil sie Bilder im direkten Zusammenhang mit dem Objekt des Protestes vermeiden will".

Der Zug wartete etwa sieben Stunden in Dahlenburg. Die Polizei rückte mit Material und Spezialisten nach, die Szene wurde hell beleuchtet, Kletterer der Bundespolizei kamen zum Einsatz. Gegen 19:30 Uhr war die Aktion beendet. "Eine sehr gelungene Aktion", so  Karsten Hilsen, der zweite Kletter-Aktivist. "Geheime Atomtransporte? Nicht mit uns!"

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