Der Satellit Túpac Katari wurde Ende 2013 ins All geschossen. Foto: Eneas de Troya (CC BY 2.0) Rund 2000 Schulen in Bolivien werden im kommenden Jahr kostenlos Internetzugänge bekommen. Ermöglicht wird die Verbindung über den Kommunikationssatelliten Túpac Katari, den der Plurinationale Staat 2013 ins All geschossen hat. Profitieren werden von den neuen Möglichkeiten vor allem Schulen in den ländlichen und Bergregionen des Andenstaates, die nur schwer mit Glasfaserkabeln erschlossen werden konnten. Darüber informierte der Direktor der Bolivianischen Raumagentur ABE, Iván Zambrana.

Der Satellit sei bislang zu 70 Prozent ausgelastet, die verbleibende Kapazität wird nun den entlegenen Schulen zugute kommen. Damit hätten nach seinen Angaben dann alle Schulen in dem armen Land Zugang zum WWW. »Wir werden den Satelliten nutzen, um den Schulen zu dienen, die nicht auf das Internet zugreifen können, weil es aufgrund der geographischen Lage schwierig ist, sie an die erdgebundenen Kabelnetze anzuschließen«, so Zambrana.

Der Satellit Túpac Katari wurde Ende 2013 von China aus in die Umlaufbahn geschossen. Gebaut wurde das 302 Millionen Dollar teure Gerät, das zu 85 Prozent durch einen Kredit der chinesischen Entwicklungsbank und zu 15 Prozent durch den bolivianischen Staat finanziert wurde, von der chinesischen Industriegesellschaft »Große Mauer«.

Quelle: Correo del Orinoco / RedGlobe