Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, wurde in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs (TV-N Mecklenburg-Vorpommern) heute kein Ergebnis erzielt.

Folgende Angebotsalternativen wurden vom KAV vorgelegt:

1. eine Erhöhung der Löhne und Gehälter zum 01.01.2020 in Höhe von 70 Euro für alle Entgeltgruppen und Stufen bei einer Laufzeit bis 30.06.2020 oder

2. eine Erhöhung der Löhne und Gehälter zum 01.01.2020 in Höhe von 70 Euro für alle Entgeltgruppen und Stufen bei einer Laufzeit bis 31.12.2020 oder

3. eine Einmalzahlung (nicht tabellenwirksam) von 500 Euro für das erste Halbjahr 2020.

„Die Tarifkommission hat die angebotenen Alternativen bewertet und mit den bisherigen Angeboten verglichen. Die Tarifkommission kam zu dem Ergebnis, dass keine der Alternativen ein verbessertes Angebot beinhaltet“, so Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von ver.di Nord.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde seitens des KAV abgelehnt, weil der KAV keine Änderungsmöglichkeiten für die Angebotsalternativen sah. Der KAV verkündete, dass auch weitere Streiks keine Änderung der Haltung bewirken werde.

Die Forderung lautet: Eine Erhöhung aller Entgelte um 2,06 Euro pro Stunde als Festbetrag und einen Angleichungsbetrag von 100 Euro zu dem Vergleichstarifvertrag im ver.di LBZ Nord.

„Wir sind nun gezwungen unsere Aktivitäten zu verstärken, damit der KAV seine starre Haltung überdenkt und uns erstens einen neuen Verhandlungstermin anbietet und dann ein verbessertes Angebot vorlegt“, so Pliete weiter: „Die Wirkung auf die Fahrgäste haben die Arbeitgeber nun zu verantworten, da sie sich in den Verhandlungen wenig kompromissbereit gezeigt haben.“

Für morgen werden die RSAG und rebus Regionalbus Rostock zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, der jeweils von Betriebsbeginn bis Betriebsende geht.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Nord