Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gehört zur Daseinsvorsorge, die der Staat sicherzustellen hat. Er bietet bezahlbare Mobilität für alle, garantiert eine funktionierende Infrastruktur und verhindert den Verkehrskollaps auf unseren Straßen. „Unsere bayerischen Kommunen brauchen deshalb einen guten ÖPNV. Und zwar in öffentlicher Hand“, erklärte dazu die Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern, Luise Klemens.

Der öffentliche Nahverkehr muss in den Städten und im ländlichen Raum umfassend ausgebaut werden. Dabei ist zwingend den wachsenden Anforderungen an eine gute Qualität hinsichtlich von Umweltstandards, der Erschließung, der Verfügbarkeit, des Service, der Verbindung und der Ausrüstung in allen Bereichen Rechnung zu tragen. Um den Umweltverbund zu stärken, ist der ÖPNV noch attraktiver zu gestalten. Eine Verkehrsverlagerung hin zu den Angeboten des ÖPNV und des Umweltverbundes muss als Ziel der Verkehrspolitik mehr in den Fokus rücken. Mobilität ist Lebensqualität, die in den Städten und im ländlichen Raum deutlich verbessert werden muss.

In den Städten vermindern Busse die Lärm-, Feinstaub- und Kohlendioxidbelastung, was auch zur deutlichen Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. In Zeiten des Klimawandels ist ein gut funktionierender ÖPNV die einzig denkbare Alternative für die Ballungsräume und im ländlichen Raum.

Der ÖPNV darf deshalb nicht dem Wettbewerb des billigsten Angebots unterworfen werden – die Daseinsvorsorge darf nicht zum rein betriebswirtschaftlichen Aspekt verkommen. Und der ÖPNV muss nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger da sein, sondern gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Entlohnung bieten.

„Und deshalb wollen (und müssen!) wir bei den Kommunalwahlen am 15. März unsere Heimat mitgestalten – indem wir die Verantwortung für unsere unmittelbare Lebenswelt nur in die Hand solcher Stadt- und Gemeinderäte geben, die für ein faires, soziales und solidarisches Miteinander stehen“, betonte Luise Klemens.

Quelle:

ver.di Bayern