Altenpflege-Beschäftigte brauchen psychosoziale Unterstützung

ver.di Hessen fordert für die Beschäftigten in der stationären und ambulanten Altenpflege neben der notwendigen Ausstattung mit Schutzkleidung eine professionelle psychosoziale Unterstützung.

Saskia Jensch, im Fachbereich Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen bei ver.di Hessen unter anderem für Langzeitpflegeinrichtungen zuständige Fachsekretärin: „Der professionelle Umgang mit dem Sterben gehörte auch vor dem Ausbruch der Coronapandemie zur täglichen Arbeit, erreicht jetzt jedoch aufgrund der völlig neuen Herausforderungen und Bedingungen eine neue Dimension mit zusätzlichen ethischen Fragestellungen.“

Bewohner*innen in der stationären Langzeitpflege und Menschen, die von Assistenzkräften oder von ambulanten Pflegediensten versorgt werden, gehören zu der besonders gefährdeten Risikogruppe in der Covid-Pandemie. Die Pflege der anvertrauten Menschen erfordert gerade jetzt ein hohes Maß an physischer als auch psychischer Stabilität von allen Beschäftigten – von der Pflege- über die Betreuungskräfte bis hin zur Hauswirtschaft und der Reinigung. Jensch:„Unsere Kolleg*innen arbeiten rund um die Uhr hoch professionell. Doch: Sie sind keine Superheld*innen!“

Damit die Arbeit an und mit den Menschen in der stationären und ambulanten Altenpflege auch weiterhin trotz der hohen Belastung professionell geleistet werden kann, fordert Jensch die Arbeitgeber und politisch Verantwortlichen auf, auch für die psychosoziale Unterstützung aller Beschäftigten in der Pflege Sorge zu tragen und ihnen dafür ein professionelles Beratungsangebot zur Seite zu stellen.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Hessen

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