radiofloraKampf für eine gerechte Zukunft in Krisenzeiten wichtiger denn je!

Das „Bündnis für einen kämpferischen 1. Mai“ plant eine ungewöhnliche Aktion, um trotz der Pandemie den Kampftag der Arbeiterbewegung zu begehen. Am 1. Mai um 13 Uhr wird dazu aufgerufen Radio Flora einzuschalten und die Lautsprecher an die offenen Fenster zu stellen. Auf diese Weise werden die Nachbarschaften Hannovers mit Musik, politischen Reden und kreativen Beiträgen beschallt. Darüber hinaus werden politische Gruppen aufgefordert, am 1. Mai dezentral Aktionen zu organisieren, über die dann in der Radio-Sendung berichtet wird.

„Dass die Politik im Moment so viel von Solidarität redet, ist für uns nichts als Heuchelei. Die Regierung ist dafür verantwortlich, dass unser Gesundheitssystem jahrelang kaputtgespart wurde und stattdessen Milliarden in die Rüstungsindustrie fließen. Aber es sind wir, die Bevölkerung und insbesondere die Menschen in sogenannten systemrelevanten Bereichen, die die Krise jetzt ausbaden sollen. Vor dem Virus sind wir also nicht alle gleich. Es sind wie immer die kleinen Leute, die von den Schweinereien der Herrschenden am meisten betroffen sind.“ so Alex Koslowski, Sprecher des Bündnis.

Jasmin Münzberger, Sprecherin des Bündnis ergänzt: „Wir sehen in der Krise aber auch Chancen für eine gerechtere Zukunft. Selten hat sich so deutlich wie jetzt gezeigt, was hinter der magischen Formel ‚Der Markt regelt das‘ steckt: Der Markt regelt nämlich überhaupt nichts. Zumindest nicht im Interesse des Gemeinwohls. Den Schock der  Pandemie sollten wir deshalb dazu nutzen, eine Gesellschaft aufzubauen, in der Mensch und Natur an erster Stelle stehen und nicht Markt, Wachstum und Profitstreben. Wir sagen: Schluss mit diesem System! Eine gerechtere Zukunft ist möglich.“

Bereits letztes Jahr hat das „Bündnis für einen kämpferischen 1.Mai“ gemeinsam mit fast 2.000 Teilnehmer*innen am 1. Mai demonstriert und dabei vor allem die immer größer  werdende Ungleichheit angeprangert. Aufgrund der Pandemie-Situation wurde sich dieses Jahr für eine kreative Aktionsform entschieden, die keine großen  Menschenansammlungen provoziert. Das Bündnis setzt sich unter anderem aus Jugendgruppen, sozialen Bewegungen, Mieter-Initiativen und linken Gruppen Hannovers zusammen.

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