In Innsbruck versammelte sich heute eine symbolische Delegation des Bundes Tiroler Antifaschistinnen und Antifaschisten am Amraser Militärfriedhof. Sie hielten zum 75. Jahrestag der Befreiung vom historischen Faschismus eine Gedenkkundgebung am sowjetischen Denkmal ab.

Das sowjetische Denkmal wurde 1949 zu Ehren von 105 ermordeten sowjetischen Bürgern errichtet. Zur Identität der sowjetischen Bürger ist auf der Tafel in russischer Sprache zu lesen: „Hier ruhen die Aschen von 59 Kriegsgefangenen aus der heldenhaften Roten Armee, die zwischen 1941 und 1945 von deutsch-faschistischen Soldaten gefangen genommen wurden und in deutsch-faschistischer Gefangenschaft für die Ehre und Unabhängigkeit der Sowjetunion gestorben sind. Hier liegen außerdem 46 Bürger der Sowjetunion begraben, die von den deutsch-faschistischen Eindringlingen gefangengenommen und versklavt worden sind in den Jahren 1941-1945 und die so fernab der Heimat ihr Leben geben mussten.“

In seiner Rede betonte Tobia Carfora, Vorsitzender des Bundes Tiroler Antifaschistinnen und Antifaschisten: „In tiefster Dankbarkeit und im Bewusstsein des übermenschlichen Opfers der Roten Armee und des gesamten sowjetischen Volkes wollen wir aber unsere Faust erheben und alles dafür tun, dass der Kampf gegen die faschistische Bestie niemals in Vergessenheit gerät. Ebenso ist es unsere Pflicht für die Zukunft, das Problem an der Wurzel zu packen und die Umstände, unter denen der Faschismus überhaupt möglich geworden ist, für alle Zeiten zu vernichten.“

Quelle: Bund Tiroler Antifaschistinnen

Quelle:

Zeitung der Arbeit