Die Beschäftigten der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter im Saarland sind sich einig, sie wollen echte Wertschätzung und nicht nur warme Worte oder Applaus.

Wertschätzung in Form von Lohnerhöhung, das lehnt die Arbeitgeberseite offenbar ab, in den bisherigen Verhandlungsrunden im öffentlichen Dienst wurde noch nicht einmal ein Angebot vorgelegt. Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Kolleginnen und Kollegen daher für Dienstag, den 6.10.2020 zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Dass die Arbeitgeberseite den Beschäftigten mit ihrem Verhalten zu verstehen gibt, dass es nichts geben soll und das über Jahre, ist für viele der Beschäftigten ein Schlag ins Gesicht. Entsprechend hoch ist auch die Streikbereitschaft unter den Kolleginnen und Kollegen. Zur Streikkundgebung vor der Congresshalle Saarbrücken werden 500 Teilnehmer*innen aus der Arbeitsagentur, den Jobcentern, der Familienkasse und der Regionaldirektion in Saarbrücken erwartet, weitere Kolleginnen und Kollegen werden zudem von zuhause aus mitstreiken.

Bereits vor Corona sahen sich die Beschäftigten der Arbeitsverwaltung im Saarland steigenden Arbeitslosenzahlen und den damit verbunden vielseitigen Aufgaben gegenüber. Trotz der hohen Arbeitsbelastung haben die Beschäftigten in der Pandemie sehr viel Flexibilität gezeigt. Arbeiten aus dem Homeoffice, ohne direkten Kundenkontakt, alles nur noch telefonisch oder digital, Einsätze in anderen Tätigkeitsbereichen…kurz um – alles, um den Laden am Laufen zu halten und den sozialen Frieden im Land zu erhalten. Das verdient Anerkennung und dies auch in finanzieller Hinsicht.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland