Bereits vor dem Abmarsch der traditionellen LL-Demo zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist es heute zu massiven Übergriffen der Polizei gekommen. Immer wieder prügelten die Beamten in die mehreren tausend Menschen ein.Auslöser war offenbar ursprünglich der Block der Freien Deutschen Jugend (FDJ). In deren Fahnen und Abzeichen sehe man die Symbole einer verbotenen Organisation, zitierte der Fotograf PM Cheung die Beamten. Tatsache ist jedoch, dass die FDJ in der DDR legal war und ein in Westdeutschland bestehendes Verbot für sie laut Einigungsvertrag nicht gilt. Es soll rund 15 Festnahmen gegeben haben. Zudem sollen mehrere DemonstrantInnen verletzt worden sein.

Abgeführt wegen Blauhemd. Foto: Guillermo Zaidan
Abgeführt wegen Blauhemd. Foto: Guillermo Zaidan

In weiteren Lautsprecherdurchsagen erklärte die Polizei zudem, dass die TeilnehmerInnen die verlangten Mindestabstände nicht einhalten würden. Auch das hinterlässt bei vielen BeobachterInnen einen schalen Beigeschmack. Auf Twitter kommentiert ein User etwa: »Die #LLDemo trägt Masken, tanzt nicht und ist nicht mit Nazis durchsetzt. Daher greift die Berliner Polizei die Demonstration immer wieder an.« Tatsächlich tragen praktisch alle DemonstrantInnen Mund-Nase-Bedeckungen. Zudem wäre das Einhalten von

Block der DKP bei der LL-Demo 2021
Block der DKP bei der LL-Demo 2021

Abständen deutlich einfacher zu organisieren, wenn die Polizei nicht den Abmarsch des für 10 Uhr angesetzten Zuges über Stunden verhindern würde. Erst nach 11 Uhr konnte sich die mehrere tausend Menschen zählende Demonstration allmählich in Bewegung setzen.

Der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele nannte das Vorgehen der Polizei gegen die FDJ eine »ungeheure Provokation« und erinnerte per Lautsprecher an die Repression gegen Linke in Westdeutschland während des Kalten Krieges. Offenbar solle das damalige Vorgehen jetzt wieder aufgelegt werden. Dagegen sei man solidarisch mit allen Betroffenen.

Livestream von RT Deutsch: