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Virtuelle Rosa-Luxemburg-Konferenz mit neuem Teilnahmerekord

Seit Samstag vormittag läuft die XXVI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz als Livestream im Netz. Pandemiebedingt muss die Großveranstaltung in diesem Jahr ohne Publikum vor Ort stattfinden  – und doch können die Veranstalter einen neuen Rekord vermelden. Mehr als 10.000 Endgeräte sind während der Übertragung bis zum Nachmittag zugeschaltet, nicht mitgezählt sind die Streams von Kooperationspartnern wie Redfish und Telesur. Das bedeutet, dass die Reichweite der Konferenz schon jetzt mindestens drei Mal so groß ist wie in den Jahren zuvor.

Geboten wird noch bis 20 Uhr ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, Ausstellungen, Musikbeiträgen und Diskussionsrunden zu aktuellen politischen Themen.

Statements lieferten unter anderem Mumia Abu-Jamal, politischer Gefangener in den USA, und Ben Chacko, Chefredakteur der britischen Zeitung Morning Star, zur Situation des inhaftierten Journalisten Julian Assange. Referate hielten der Philosoph Stefano Azzarà aus Italien (Thema: Irrationalismus), die Politologin Donna Murch aus den USA (Faschismus und Rassismus) und die Ökonomin Radhika Desai aus Kanada (wirtschaftliche Krise).

Im weiteren Verlauf der Konferenz wird es unter anderem einen Beiträge von Konstantin Wecker, ein Statement des in der Türkei inhaftierten Politikers Selahattin Demirtaş und einen Vortrag des kubanischen Essayistenund Wissenschaftlers Enrique Ubieta Gómez geben. Mit Spannung wird auch der Auftritt von Softwareentwickler Timothy Bray, bis April 2020 Vizepräsident und »Distinguished Engineer« bei Amazon Web Services (AWS), während einer Gesprächsrunde erwartet.

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