Wie oft hat man die kubanischen Revolutionäre schon beschuldigt, Vaterland und Nation mit Revolution und Sozialismus zu verwechseln… es gab immer Theoretiker zuhauf, die Papier verschwendet haben, um diese Behauptung zu beweisen. Immer wieder haben sie Spalten um Spalten mit der These gefüllt, dass „die Flagge allen gehört“ … und da haben sie Recht, sie gehört allen Kubanern. Aber verdient jemand, der auf den heiligen Symbolen seiner Heimat herumtritt, dass man ihn so nennt? Der, der sich in der Stunde der Würde und des Kampfes auf die Seite der Feinde stellt und sie entweiht? Jemand, der ohne einen Moment zu zögern, Dekreten Beifall zollt und Gesetze feiert, mit denen seine Landsleute dem Hunger preisgegeben werden sollen, während sie selbst ihre Brieftaschen füllen?

Von Anfang an hat eine Maßnahme der Revolution niemals Unterschiede zwischen den einen und den anderen gemacht. Niemals wurde eine Gesetz oder ein Dekret für nur einen Teil des Volkes ausgearbeitet. Niemals hat ein Recht, das erobert wurde, einen Sektor zum Nachteil eines anderen begünstigt. Das Prinzip ist die Mehrheit gewesen und nicht eine Klasse, Partei oder Gruppe, die Gesetzgebung basiert auf der sozialen Gerechtigkeit für alle Kubaner. Niemand wird in Kuba nach seiner politischen Zugehörigkeit gefragt, um von einem durch die Revolution errungenen Recht Gebrauch machen zu können.

Beim Prozess des Schmiedens der Nationalität, so sagt Cintio Vitier „gibt es ein Fundament und eine Kontinuität der ethischen Wurzeln, das heißt eine wachsendes, dramatisches und dialektisches Bewusstsein. Und im Zentrum dieses Prozesses … steht die Figur von José Martí“.

In seiner Rede anlässlich des 20. Jahrestags des Angriffs aauf die Moncada Kaserne sagte Fidel über Martí: „In seiner revolutionären Predigt war das moralische Fundament und die historische Legitimität unserer bewaffneten Aktion enthalten“. Die Revolution ist die Frucht des historischen Werdens der Nation, sie ist die Frucht der Evolution der Kultur und der Ideen mit ihren Vorläufern wie Varela, José de la Luz und vielen anderen…, sie ist die Frucht des radikalen politischen Denkens, der Wurzel dessen, woher wir kommen, die uns zu Antiimperialisten machte, die den Kampf für die Eroberung der vollen Gerechtigkeit zu unserer Daseinsberechtigung gemacht hat.

Die Flagge der Unabhängigkeit, diejenige, die stolz die Angriffe mit der Machete anführte, die das „ehrenvolle Leichentuch unserer verstorbenen Krieger“ war, sie ist die Flagge der Revolution.

Die Verräter haben schon immer versucht, sie zu beschmutzen mit dem einzigen Ergebnis, dass sie über die Schmach hinausgewachsen ist. Die versuchten sie im Morro von Havanna zu demütigen, indem sie eine fremde Fahne über sie setzten. Aber sie leuchtete immer stolz im Kampf, sie war Schild und Herz der Studenten und Arbeiter, die sie zu den Kundgebungen trugen, sie war das Banner der Rebellen in den Bergen und in der Ebene, des Sieges im Januar 59 und der internationalistischen Missionen.

Die Flagge der Revolution ist die Flagge des kubanischen Sozialismus. Wir Kommunisten haben sie immer vorangestellt, mit dem Rot, aus dem sich der Stern hervorhebt, der aufrecht über dem Joch leuchtet.

Wenn eine Demonstration gegen den Kommunismus die kubanische Flagge als Objekt seines Hasses wählt, erkennt er einerseits den legitimen Wert an, den wir Frevolutionäre ihr geben und auf der anderen Seite geben diejenigen, ihre wahre annexionistische und plattistische Zugehörigkeit zu erkennen, wenn sie wieder einmal das Unmögliche versuchen: sie zu verunglimpfen.

Der Versuch José Martí und die Flagge zu verhöhnen, legt sie bloß und zeigt uns, wer sie sind. Aber es gibt immer noch welche, die sie einer Publikums für würdig erachten.

Ein Mambi Kommandant schrieb in einem seiner Bücher: „Welche Schande, da gab es einen Guerillero, einen Kreolen, sehr kreolisch, martialisch wackelnd, um das Blau seiner Uniform besser zur Geltung zu bringen, der, den spanischen Akzent imitierend, seinen Herren versprach, die Ohren des ersten Mambi zu bringen, der ihm über den Weg laufen würde!“ Bauern, die stolz die Uniformen der Weyler Leute trugen.

Diejenigen, die vom Schmutz und Abtrünnigkeit leben, müssen nicht ehrlich werden. Die Wahrheit erhebt sich immer wieder über die Lüge. Die begangenen Taten, die Worte, die Posen, die Verunglimpfungen, die in letzter Zeit stattgefunden haben, sowohl bei dem widerwärtigen Marsch in Miami wie auch dem ihrer Anhänger in Havanna, machen das alte Sprichwort: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ umso wahrer.

Quelle: Granma – Für Kuba, ohne kindische oder romantische Prahlerei