Wenige Tage nach seinem Treffen mit USA-Außenminister Blinken in Alaska empfing Chinas Außenminister Wang Yi am Montag seinen russischer Kollege Sergej Lawrow. Im Mittelpunkt der Gespräche standen ihre schwierigen Beziehungen mit den USA, die Lage in Afghanistan und Myanmar sowie der Atomvertrag mit dem Iran.

»In der gegenwärtigen Situation ist es wichtig für uns, als umfassende strategische Partner miteinander zu sprechen und unsere strategische Interaktion zu stärken«, sagte Wang Yi. Seine Sprecherin Hua Chunying betonte, China und Rußland seien »enge Partner«, die auf verschiedenen Ebenen Austausch pflegten. Die Entwicklung der Beziehungen richte sich nicht gegen Drittstaaten. Mit deutlichem Bezug auf die USA sagte sie: »Wir verhalten uns nicht wie andere Länder, die sich gegen andere zusammenrotten.«

Rußlands Außenminister sprach sich dafür aus, sich von westlichen Zahlungssystemen wie Swift zu verabschieden und technisch unabhängiger zu werden. Auch der US-Dollar solle als Zahlungsmittel zugunsten nationaler oder alternativer Währungen abgelöst werden. So könnten China und Rußland ihre Risiken durch Sanktionen senken, sagte Lawrow. Er kritisierte die Anwendung von Sanktionen, die zunehmend an die Stelle der Diplomatie träten. »Wir sollten eine maximal breite Koalition der Länder bilden, die sich grundsätzlich gegen diese ungesetzliche Praxis stemmen können.«

Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek – China und Rußland verstärken Kooperation