Das nächste Gipfeltreffen der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC), das am 18. September stattfindet, könnte die Zukunft der diskreditierten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) bestimmen, so der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard auf einer Pressekonferenz.

Als Gastgeber des VI. Gipfels der Staats- und Regierungschefs wird die aztekische Nation eine Diskussion über das Schicksal der OAS vorschlagen, die oft für die voreingenommene Haltung ihres Generalsekretärs Luis Almagro kritisiert wird, der immer dazu neigt, die Interessen der USA zu verteidigen, berichtet Russia Today.

Bei einer Pressekonferenz in der mexikanischen Botschaft in Washington D.C. anlässlich der Reaktivierung des hochrangigen Wirtschaftsdialogs zwischen den beiden Nationen erklärte Ebrard, dass man versuchen werde, einen Konsens über die Zukunft der OAS zu erzielen, der die Frage beantworten werde, ob die Organisation reformiert oder ersetzt werden müsse.

Der mexikanische Außenminister erklärte, dass der endgültige Vorschlag den USA und Kanada in der ersten Hälfte des Jahres 2022 vorgelegt werden könnte. Am 24. Juli kündigte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador im Vorfeld einer Celac-Sitzung an, dass man einen Plan entwerfen wolle, um die OAS durch ein „wirklich autonomes Gremium zu ersetzen, das niemandes Lakai sein wird“.

Die Ankündigung von López Obrador wurde von den Präsidenten von Bolivien, Luis Arce, Venezuela, Nicolás Maduro, und Argentinien, Alberto Fernández, unterstützt. Kolumbien seinerseits lehnte den Vorschlag ab und vertrat die Auffassung, dass die regionale Integration „engere“ Beziehungen zu den USA und Kanada anstreben sollte.

Quelle: Granma – Zukunft der OAS hängt am seidenen Faden