DIDF – Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V.

25. November 2021: Tag gegen Gewalt gegen Frauen Jede dritte Frau erlebt einmal in ihrem Leben sexualisierte und / oder physische Gewalt. In vielen Fällen von einem aktuellen oder ehemaligen Partner. Jeden dritten Tag bringt ein Mann in Deutschland seine Partnerin oder ehemalige Partnerin um. Durch Lockdown und häusliche Isolation sind Fälle von Gewalt gegen Frauen gestiegen. Gewalt gegen Frauen ist niemals privat! Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, das sich aus überholten, konservativen Rollenbildern von Frauen ableitet und zugleich durch sie begründet werden. Die ökonomischen und sozialen Verhältnisse drängen Frauen, weil sie Kinder austragen und betreuen, weil sie sich um Haushalt und die soziale wie emotionale Sorgearbeit kümmern, in schlecht bezahlte und unsichere Arbeitsverhältnisse. Die strukturelle Zuteilung der Frau für die Reproduktionsarbeit verstärkt ihre Abhängigkeit vom Mann, der über sie bestimmen und sie kontrollieren kann. Das kommt in extremer Form in physischer Gewalt zum Ausdruck. Mit der Corona-Pandemie und der wirtschaftlichen Rezession hat sich die Abhängigkeit der Frauen weltweit verstärkt. Vor allem Frauen mit Migrationshintergrund sind häufiger von Einkommensverlusten betroffen. Die unbezahlte Sorge- und Reproduktionsarbeit wurde um einiges mehr auf Frauen abgewälzt. Weniger Erwerbsarbeit – mehr Kinderbetreuung. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung: Frauen arbeiteten vor der Pandemie durchschnittlich fünf Stunden pro Woche weniger als Männer in Lohnarbeit. In Haushalten mit betreuungsbedürftigen Kindern beträgt nun die Kluft zwischen Frauen und Männern elf Stunden. Sicher leben – selbstbestimmt und gleichberechtigt! Frauen in Gefahrensituation brauchen umfassenden Schutz, sichere Räume und Perspektiven für ein ökonomisch unabhängiges und selbstbestimmtes, rechtssicheres Leben. Eine Datenanalyse von 6.614 Bewohnerinnen der bundesdeutschen Frauenhäuser ergab, dass nur etwa ein Fünftel der Bewohnerinnen vor ihrem Aufenthalt im Frauenhaus erwerbstätig war. Diese Situation wird verschärft, indem auch erwerbstätige Frauen viel häufiger in Teilzeit und anderen atypischen unsicheren Beschäftigungsformen und in schlecht bezahlten Jobs arbeiten. Mehr…

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Keine mehr – Ni una menos: Zusammen gegen Ungleichheit und Gewalt an Frauen