Übernommen von Pro Asyl:

Die Menschenrechtsorganisation kritisiert die Darstellung des Ministeriums zur Situation afghanischer Ortskräfte als „realitätsfern und verharmlosend“. PRO ASYL liegen zahlreiche Fälle von ehemaligen Mitarbeiter*innen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vor, die von den Taliban bedroht oder verfolgt werden.

PRO ASYL widerspricht der heute vom BMZ verkündeten Darstellung, dass afghanische Ortskräfte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan nicht in Gefahr seien. „Alle, die sichtbar für westliche Organisationen gearbeitet haben, sind in Gefahr“, erklärt Geschäftsführer Günter Burkhardt. PRO ASYL kritisiert eine völlige Fehleinschätzung des BMZ bei der Auslegung des Begriffs Ortskraft. Es ist ein ungelöstes Problem, dass das BMZ nur die als Ortskraft definiert, die mit Arbeitsverträgen ausgestattet waren – und Honorarkräfte sowie Subunternehmer ausschließt.

Burkhardt appelliert an die neue Spitze des BMZ, „nicht die Augen zu verschließen vor der bedrohlichen Situation vieler ehemaliger de facto Mitarbeiter*innen.  Die Ortskräfte-Definition der Vorgängerregierung muss der Realität angepasst werden. Die Taliban orientieren sich nicht am Arbeitsvertrag, sondern an der…

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PRO ASYL widerspricht Aussage des BMZ, Ortskräfte in Afghanistan seien nicht in Gefahr