Verheerender Terroranschlag in der Nähe von Moskau

Übernommen von Zeitung der Arbeit:

Moskau. Am Freitagabend kam es zu einem bewaffneten Überfall und einem Brand in der Krokus-Konzerthalle in Krasnogorsk, Region Moskau. Kurz vor Beginn des Konzerts der Band „Picnic“ stürmten nach ersten Angaben mindestens drei Männer in Tarnkleidung durch das Parkett in den Saal. Sie erschossen Menschen aus nächster Nähe und warfen auch Brandbomben. Mit Stand von Samstag 16.00 wurden 133 Menschen getötet und 121 verletzt. Unter den Toten befinden sich drei Kinder. Die Suche nach weiteren Opfern sei noch im Gange, teilte das russische Ermittlungskomitee mit.

Die Sicherheitsdienste der Russischen Föderation meldeten am Samstag, dass elf Personen festgenommen wurden, darunter die vier Attentäter. Das Ermittlungskomitee teilte mit, dass die Terroristen in der Region Brjansk nahe der Grenze zur Ukraine gefasst wurden.

Von einzelnen Festgenommenen kursieren auch schon Aufnahmen im Netz. Es soll sich bei allen Terroristen um Staatsbürger Tadschikistans handeln.

Die USA und Großbritannien haben bereits am 8. März ganz allgemein vor Terroranschlägen in Moskau gewarnt. Es liegt mittlerweile ein Bekennerschreiben des sogenannten „Islamischen Staates“ vor, dessen Glaubwürdigkeit und Echtheit noch zu verifizieren ist.

„Fenster zum überqueren der Staatsgrenze bereitet…“

Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, wandte sich mit einer Botschaft an das russische Volk. Darin erklärt er den 24. März zum nationalen Trauertag. Zu den Festgenommenen sagte er folgendes: „Alle vier direkten Täter des Terroranschlags, alle, die Menschen erschossen haben, wurden gefunden und festgenommen. Sie versuchten zu fliehen und bewegten sich in Richtung Ukraine, wo ihnen nach vorläufigen Daten von der ukrainischen Seite aus ein Fenster zum Überqueren der Staatsgrenze bereitet wurde. Insgesamt wurden 11 Personen festgenommen. Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands und andere Strafverfolgungsbehörden arbeiten daran, die gesamte Basis der Komplizen der Terroristen zu identifizieren und aufzudecken: diejenigen, die ihnen Transportmittel zur Verfügung stellten, Wege zur Flucht vom Tatort aufzeigten, Verstecke und Waffen- und Munitionslager vorbereiteten.“

Noch in der Nacht beteuerte ein Vertreter des US-Präsidenten, dass die Ukraine nichts mit dem Anschlag zu tun habe. Auch aus Kiew wurden Unschuldsbeteuerungen abgesetzt. Dennoch sehen die russischen Ermittler eine mögliche Verbindung in die Ukraine und ermitteln nach allen Seiten.

Quelle: RIA Novosti / RIA Novosti

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