Zwei tödliche Arbeitsunfälle in Oberösterreich innerhalb von zwei Tagen

Übernommen von Zeitung der Arbeit:

Linz/Kirchdorf an der Krems. Zwei tragische Arbeitsunfälle haben sich in den letzten Tagen im Bundesland Oberösterreich zugetragen. Am Dienstagvormittag kam es in Linz zu einem tödlichen Unfall, bei dem ein 18-jähriger Elektriker aus dem Mühlviertel ums Leben kam. Der junge Mann stürzte auf einer Baustelle im Kaplanhofviertel etwa drei Stockwerke in die Tiefe, nachdem er mit seiner Leiter umgekippt war.

Der Elektriker führte gemeinsam mit einem Kollegen Arbeiten an der Elektrik durch, als er mit dem Fuß der Stehleiter in ein Abflussrohr geriet und das Gleichgewicht verlor. Trotz sofortiger Erstversorgung durch den Notarzt erlag der 18-Jährige wenig später im Kepler-Uniklinikum seinen schweren Verletzungen. Sein Kollege, ein 44-jähriger Pole, konnte sich in letzter Sekunde an einer Betonbrüstung festhalten und wurde von zwei weiteren Arbeitern in Sicherheit gebracht.

Bereits am Montag ereignete sich ein weiterer tödlicher Unfall auf einer Baustelle in Kirchdorf an der Krems. Ein 54-jähriger Arbeiter stürzte dort beim Transport eines Schutzgerüstes neun Meter in die Tiefe. Der Mann hatte versucht, sich auf einem Gerüst stehend von einem Kran auf das Dach heben zu lassen, als er den Halt verlor. Trotz sofortiger Bemühungen konnte er nicht mehr gerettet werden.

Diese tödlichen Vorfälle machen einmal mehr die Gefahren am Arbeitsplatz und den steigenden Druck auf die Beschäftigten deutlich. Stress und hoher Arbeitsdruck sind Hauptursachen für Arbeitsunfälle. Die Sicherheit der Arbeiter wird oft zugunsten von Profiten vernachlässigt. Es zeigt sich einmal mehr, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um sicherzustellen, dass die Arbeiterklasse in Österreich unter sicheren und gesunden Bedingungen ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können.

Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien und Kollegen der Verstorbenen.

Quelle: ORF / ORF

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