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Arbeitslosigkeit unverändert hoch

Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:

Den neuesten Angaben des Arbeitsamtes zufolge zählte die ADEM zum 31. Juli dieses Jahres 19.943 arbeitslose Männer und Frauen, die hierzulande wohnen und »dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen«, in ihren Statistiken. Das sind 1.547 oder 8,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den hochqualifizierten Arbeitslosen betrug der Anstieg sogar 16,3 Prozent.

Noch stärker als die Zahl der Arbeitslosen, die in Luxemburg wohnen und »dem Arbeitsmarkt zur verfügung stehen« stieg die Zahl der Arbeitslosen, die hierzulande ihren Arbeitsplatz verloren, aber ihren Wohnsitz im französischen, belgischen oder deutschen Grenzgebiet haben. Im Juli 2025 waren das 3.315 Männer und Frauen, zum 31. Juli 2026 waren es 4.128 (+24,5 Prozent).

Auch die Zahl der Menschen, die ohne Erfolg auf Arbeitssuche waren und in zeitlich begrenzten Beschäftigungsmaßnahmen eingeschrieben sind, erhöhte sich innerhalb eines Jahres um 238 oder 5,7 Prozent und stieg von 4.203 auf 4.441.

Keine Angaben werden gemacht zu den Arbeitslosen, die mehr als drei Tage krank sind und zu arbeitslosen Frauen, die im Mutterschaftsurlaub sind.

Rechnet man die verschiedenen Kategorien von Arbeitslosen und Arbeitsuchen den zusammen, sind es, vorsichtigen Schätzungen zufolge, mehr als 30.000.

Viele bekommen Arbeitslosengeld, Wartegeld oder eine berufliche Übergangsvergütung, viele bekommen jedoch keine staatliche Unterstützung und leben von der Hand oder sind auf finanzielle Unterstützung ihrer Eltern angewiesen.

Das alles sind keine Einzelerscheinungen, sondern ist Ausdruck eines Systems, das gar nicht darauf ausgelegt ist, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen und Vollbeschäftigung zu schaffen, sondern die Arbeitslosigkeit so zu verwalten, dass einerseits das Kapital jederzeit auf eine Reservearmee zurückgreifen kann, und andererseits die vielen Tausenden von Arbeitslosen ihr Schicksal ergeben hinnehmen, sich oft selbst die Schuld dafür geben, dass sie weder Arbeit noch Einkommen haben, nicht aufmucken und erst recht nicht lautstark und solidarisch ihr Recht auf Arbeit einfordern.

Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

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