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Hitzeschutz durch öffentliches Sanierungsprogramm

Die Linke

Übernommen von Die Linke:

Die extreme Hitze hat offenbar noch dramatischere Folgen als bislang angenommen. Allein für eine Woche geht das Robert Koch-Institut inzwischen von rund 9.600 hitzebedingten Todesfällen aus. Zu den Zahlen und den Folgen erklärt der Vorsitzende der Partei Die Linke, Luigi Pantisano:

»Fast 12.000 Hitzetote in nur einem Sommer sind ein dramatischer Weckruf. Hitze ist längst eine tödliche Gefahr und trotzdem behandelt die Bundesregierung Hitzeschutz noch immer wie eine freiwillige Zusatzaufgabe. Wir brauchen endlich einen verbindlichen Hitzeschutzplan für Deutschland.

Wir haben bereits im Juli konkrete Vorschläge gemacht: In jedem Stadtviertel müssen kühle Schutzräume erreichbar sein, ergänzt durch kommunale Hitzebusse, die ältere, obdachlose und andere besonders gefährdete Menschen mit Wasser, Sonnenschutz und medizinischer Hilfe versorgen.

Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen und Kitas müssen mit einem öffentlichen Sanierungsprogramm hitzefest gemacht werden. Und auch am Arbeitsplatz braucht es klare Regeln: Niemand darf bei gesundheitsgefährdender Hitze zur Arbeit gezwungen werden oder deshalb Einkommen verlieren.

Diese Zahlen zeigen: Hitzeschutz ist keine Komfortfrage, sondern kann über Leben und Tod entscheiden. Die Hitze trifft nicht alle gleich. Wer eine klimatisierte Wohnung, einen Garten oder ein kühles Büro hat, kommt anders durch eine Hitzewelle als die Pflegekraft in der Dachgeschosswohnung oder der Bauarbeiter in der prallen Sonne. Der Schutz vor extremer Hitze darf keine Frage des Geldbeutels sein.«

 

Quelle: Die Linke

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